Die wichtigsten Fragen und Fakten: Bio-Sprit kann dem Motor schaden

Die wichtigsten Fragen und Fakten
Bio-Sprit kann dem Motor schaden

Achtung Billig-Tanker: Günstige Kraftstoffmischungen mit Bioethanol sind für herkömmliche Ottomotoren nicht geeignet und können Schäden verursachen.

FRANKFURT. Autofahrer, die mit billigem Ethanol-Sprit Benzinkosten sparen wollen, riskieren Schäden am Motor. „Wir beobachten zunehmend, dass solche Benzinmischungen angeboten werden“, berichtet Jochen Oesterle vom ADAC.

Wer kann den Sprit tanken?
Der neue Bio-Kraftstoff ist für herkömmliche Ottomotoren nicht geeignet. Kein Autohersteller hat laut ADAC bislang eine Freigabe dafür erteilt. Lediglich zwei spezielle Modelle der Focus-Baureihe (Typbezeichnung: FFV) können die Mischung problemlos tanken.

Kraftstoff aus Kartoffeln:
Bioethanol wird aus stärke- und zuckerhaltigen Feldfrüchten wie Zuckerrüben, Kartoffeln und Getreide hergestellt. Neuerdings werden zur Produktion auch Abfälle aus der Holzverarbeitung verwendet. Der neue Bio-Kraftstoff ist in Reinform als E-100-Sprit oder als Benzinmischung mit einem Anteil von 50 bis 85 Prozent Ethanol (E-50, E-85) zu erhalten. Sowohl Normal- als auch Superbenzin wird mit Bioethanol gemischt.

Mögliche Schäden:
Gefährdet sind Kunststoffteile wie Schläuche und Dichtungen. Sie können bei Kontakt mit dem Bio-Sprit aufquellen. Außerdem greift der Ethanol-Sprit Leichtmetalle und Stahl an.

Ersparnis:
Der Kraftstoff wird an vielen freien Tankstellen in unterschiedlichen Mischungen angeboten. Der Preis ist etwa zehn Prozent niedriger als der von Normalbenzin.

Keine Hinweise an Tankstellen:
„Unsere Mitarbeiter haben sich Tankstellen mit dem Mischbenzin angesehen: So gut wie keine hat ausdrücklich auf die Mischung hingewiesen“, ist Oesterles Erfahrung. Zwischen Zapfsäulen mit DIN-gerechtem Treibstoff werde schwer erkennbar der Bio-Sprit platziert. Ebenso wenig habe das Tankstellenpersonal über die möglichen Folgen aufgeklärt.

Haftung: Zwar haftet grundsätzlich der Tankstellenbetreiber, wenn es durch seine Ware zu einem Schaden kommt. „Doch der Nachweis von Ursache und Wirkung ist schwer“, sagt Oesterle.

Quelle: »NEWS Frankfurt

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