Diskussion um E10-Kraftstoff
Ford: Modelle ab 1994 vertragen höheren Biosprit-Anteil

Fast alle Ford-Modelle ab 1994 könnten nach Angaben des Unternehmens Benzin mit einem höheren Biosprit-Anteil tanken. Nach neuen Tests sei der geplante Kraftstoff E10 nur für den Ford Scorpio und den Mondeo SCi nicht verträglich.

dpa KöLN. Fast alle Ford-Modelle ab 1994 könnten nach Angaben des Unternehmens Benzin mit einem höheren Biosprit-Anteil tanken. Nach neuen Tests sei der geplante Kraftstoff E10 nur für den Ford Scorpio und den Mondeo SCi nicht verträglich.

Das sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Ford-Werke Gmbh in Köln, Bernhard Mattes. Davon seien „unter 200 000 Fahrzeuge“ in Deutschland zugelassen. Zunächst war befürchtet worden, dass auch der Kleinstwagen Ka betroffen sei. Weitere Tests hätten dies aber nicht bestätigt, sagte Mattes.

Zum 1. Januar 2009 soll der Anteil von Bioethanol im Otto-Kraftstoff aus Klimaschutzgründen auf zehn Prozent verdoppelt werden. Allerdings kann dieser Kraftstoff bei einigen zumeist älteren Autos Schäden im Motor oder im Kraftstoffsystem hervorrufen. Wie viele Fahrzeuge insgesamt in Deutschland betroffen sind, ist noch unklar.

Während der Automobilclub ADAC von mindestens 1,5 Mill. betroffenen Wagen ausgeht, sprach der Verband der Automobilindustrie (VDA) von 375 000 Fahrzeugen. Autohersteller und -Importeure wollen nun bis Ende März verlässlich berichten, welche Fahrzeugtypen kein E10 vertragen könnten. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte vor wenigen Tagen erklärt, dass bei einer zu hohen Zahl von Betroffenen notfalls über die Biospritstrategie neu nachgedacht werden müsse.

Ford Deutschland-Chef Mattes sagte, ein Problem der Autohersteller beim Testen des neuen Sprits sei, dass dieser noch nicht genormt sei. Es sei noch unklar, ob der Kraftstoff letztlich überhaupt in dieser Version auf den Markt kommt. „Deshalb brauchen wir schnellstmöglich eine Normierung“, sagte Mattes.

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