Donkervoort D8 GTO Reiz der Reduktion

Elektrische Fensterheber? Fehlanzeige! Klimaanlage? Kann man vergessen! Nicht einmal Airbags hat Joop Donkervoort in seinen neuen Roadster D8 GTO eingebaut. Aber fast 400 PS auf nur 700 Kilo Gewicht.
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Donkervoort D8 GTO in Bildern
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In zweieinhalb Jahren Entwicklungszeit – und in enger Zusammenarbeit mit der Audi Quattro GmbH – entstand der GTO bei Donkervoort Automobielen im niederländischen Lelystad. Das Leichtgewicht mit nur 700 Kilo verspricht ein ultimatives Fahrerlebnis. Mit einer Leistung von 340 bis 400 PS und einem Drehmoment von 450 Nm ab etwa 1.600 U/min. Einer der schnellsten Sportwagen auf dem europäischen Markt.

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Man sieht es dem Design an. Schöpfer und Firmeninhaber Joop Donkervoort hat sich seit mehr als 30 Jahren dem konsequenten Leichtbau verschrieben. Was für pures Fahrvergnügen nicht gebraucht wird, lässt er weg.

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Der Donkervoort D8 GTO wird in Handarbeit auf einem Gitterrohr-Chassis aufgebaut.

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Detailansicht: Donkervoort D8 GTO

Kein bisschen alltagstauglich, dafür ein Sportwagen durch und durch: Der neue Roadster D8 GTO von Joop Donkervoort wird Schnellfahrer begeistern. Foto: Thomas Geiger
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Kein bisschen alltagstauglich, dafür ein Sportwagen durch und durch: Der neue Roadster D8 GTO von Joop Donkervoort wird Schnellfahrer begeistern.
Foto: Thomas Geiger

Bitte einsteigen! Doch das ist nicht so einfach. Das liegt an den kleinen Türen und das wie in einem Formel-1-Auto mit allerlei Schaltern bestückten Lenkrad. Foto: Thomas Geiger
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Bitte einsteigen! Doch das ist nicht so einfach. Das liegt an den kleinen Türen und das wie in einem Formel-1-Auto mit allerlei Schaltern bestückten Lenkrad.
Foto: Thomas Geiger

Der erste Blick in den Innenraum erstaunt: Der D8 GTO hat keinen Komfort zu bieten. Doch das Fahrgefühl ist unbeschreiblich. Foto: Thomas Geiger
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Der D8 GTO hat keinen Komfort zu bieten. Doch das Fahrgefühl ist unbeschreiblich.
Foto: Thomas Geiger

BerlinNach zweieinhalb Jahren Jahren Entwicklungszeit kommt der Donkervoort D8 GTO auf den Markt. Für Preise ab 126.735 Euro baut der holländische Familienbetrieb in 600 Stunden Handarbeit ein Auto, das weniger Ausstattung hat als ein Fiat 500, dafür selbst einem Ferrari die Schau stiehlt. Schließlich ist der D8 GTO nicht nur seltener als jeder italienische Supersportwagen, sondern auch noch schneller - zumindest auf den ersten paar Hundert Metern.

Leichtbau als oberstes Gebot

Das macht der radikale Leichtbau möglich, den Donkervoort von seinem Vorbild Colin Chapman, Gründer der Rennsportmarke Lotus, übernommen hat: Wie dessen Lotus Super Seven besteht auch der D8 GTO aus nicht viel mehr als zwei schmalen Sitzen und einem starken Motor, um die eine schmale Hülle gezimmert wurde. War die Zigarre mit den frei stehenden Rädern früher noch aus Aluminium, baut sie Donkervoort beim GTO nun zum ersten Mal aus Karbon und kann so das Gewicht des neuen Motors nahezu kompensieren.

Obwohl der aktuelle Zweisitzer einen Zylinder mehr hat als sein Vorgänger, zumindest einen Hauch von Komfort bietet und jetzt auch von Menschen über 1,60 Meter und 75 Kilogramm gefahren werden kann, wiegt er im besten Fall nur 695 Kilogramm.

Kein bisschen alltagstauglich, dafür ein Sportwagen durch und durch: Der neue Roadster D8 GTO von Joop Donkervoort wird Schnellfahrer begeistern. Foto: Thomas Geiger Quelle: dpa

Kein bisschen alltagstauglich, dafür ein Sportwagen durch und durch: Der neue Roadster D8 GTO von Joop Donkervoort wird Schnellfahrer begeistern.
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(Foto: dpa)

Entsprechend leichtes Spiel hat der Motor mit dem Wagen, obwohl sich Donkervoort mit 2,5 Litern Hubraum und maximal 280 kW/380 PS begnügt. Irrwitzig viel für ein Auto, das weniger wiegt als ein VW Polo, aber lachhaft für einen Sportwagen, der beim Beschleunigen jedem Porsche davon fährt. Aber wenn ein PS nicht einmal zwei Kilo bewegen muss, dann reichen schon maximal 475 Newtonmeter Drehmoment für einen Sprintwert von 2,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h, der dem Supersportwagen Bugatti Veyron ziemlich nah kommt.

Bitte einsteigen! Doch das ist nicht so einfach. Das liegt an den kleinen Türen und das wie in einem Formel-1-Auto mit allerlei Schaltern bestückten Lenkrad. Foto: Thomas Geiger Quelle: dpa

Bitte einsteigen! Doch das ist nicht so einfach. Das liegt an den kleinen Türen und das wie in einem Formel-1-Auto mit allerlei Schaltern bestückten Lenkrad.
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Spätestens bei 270 km/h muss der D8 GTO die Konkurrenz ziehen lassen. Aber wer einmal buchstäblich mit dem Hosenboden auf dem Asphalt mit Hosenträgergurten festgeschnallt in einer offenen Karbon-Rakete ohne ABS und Airbag nur mit 180 Sachen über eine Autobahn gejagt ist, der winkt Ferrari & Co gerne vorbei. Spätestens an der Tankstelle trifft man sich ohnehin wieder. Denn auch das ist ein Vorteil des Leichtbaus: Wo man bei Supersportwagen sonst 20 Liter und mehr einplanen kann, soll sich der GTO mit acht bis zehn Litern begnügen.

Gymnastik beim Einsteigen
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