Drei- und Fünftürer mit viel Platz im Fond
Eilig, flink: Schicker neuer Suzuki Swift

Eilig oder flink heißt die deutsche Übersetzung für das englische Wort swift. Das gleichnamige Modell von Suzuki ist denn auch recht flott motorisiert: Der neue Swift wird ausschließlich mit einem 92 PS starken Motor angeboten.

Haar (dpa-infocom) - Eilig oder flink heißt die deutsche Übersetzung für das englische Wort swift. Das gleichnamige Modell von Suzuki ist denn auch recht flott motorisiert: Der neue Swift wird ausschließlich mit einem 92 PS starken Motor angeboten.

Eine weitere Besonderheit ist sein Design. Während der Vorgänger sehr nach 80er- Jahre-Auto aussah, kommt der Neue ganz frisch daher - in einer Optik, die sich an den populären Mini anlehnt.

Freundlicher Stadtflitzer

Suzuki versteht den Neuling als freundlichen Stadtflitzer. Für die Freundlichkeit spricht die rundliche Karosserieform mit den sympathischen Leuchten. In der Stadt kurvt man mit dem weniger als 3,70 Meter langen Fahrzeug besonders bequem. Und Flitzerqualitäten soll dem Auto sein 92-PS-Motor verleihen.

92 PS zum Anfang

Der 1,3-Liter-Benziner ist der einzige zum Verkaufsstart angebotene Motor. Er treibt das Auto in elf Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Der Spritverbrauch wird mit 6,2 Litern angegeben. Zum Vergleich: Der Nissan Micra mit 88-PS-Motor verbraucht fast dasselbe, ist aber beim Spurt um fast eine Sekunde langsamer. Auch subjektiv wirkt der Swift flink. Nur auf der Autobahn, bei hohen Geschwindigkeiten, wünscht man sich manchmal noch etwas mehr Kraft.

Schön einrastender Schalthebel

Mit dem 92-PS-Motor wird ein Fünfgang-Schaltgetriebe kombiniert. Der Schalthebel vermittelt einen ausgesprochen positiven Eindruck: Er rastet spürbar ein, ohne zu hakeln. Zu dem recht sportlichen Charakter des Motors passt auch das eher straffe Fahrwerk des Swift. Bodenunebenheiten fallen nicht mehr auf als bei Kleinwagen üblich.

Schickes Innendesign

Im Inneren erfreut in der von uns gefahrenen Topausstattung Comfort Plus ein schwarzes Armaturenbrett mit großzügigen, glatten Flächen. Aludetails setzen sportlich-edle Akzente. Auch die Instrumente sind schön anzusehen. Einzig das Lenkrad fällt optisch etwas ab. Die Sitze bieten annehmbaren Seitenhalt. Sowohl Lenkrad als auch Sitz können bei allen Versionen in der Höhe eingestellt werden. Die Ablagen in der Umgebung des Fahrers reichen aus.

Drei- und Fünftürer mit viel Platz im Fond

Wir fuhren den Swift als Fünftürer. Darüber hinaus gibt es einen Dreitürer. Letzterer hat nur vier Sitzplätze, während der Fünftürer einen mehr aufweist. Dementsprechend sind beim Fünftürer fünf Dreipunktgurte und fünf Kopfstützen Serie. Der Sitzkomfort im Fond ist gut. Besonders die Kopffreiheit fällt positiv auf. Ein Manko ist jedoch das völlige Fehlen von Ablagen auf den hinteren Plätzen.

Kofferraum mit Wickelsystem

Am Kofferraum erstaunt die recht hohe Ladeschwelle: Wer beim Ausladen etwa einen schweren Getränkekasten darüber heben muss, dem wird das weniger gefallen. Bei Normalkonfiguration passen 213 Liter Gepäck in den Laderaum. Das Transportvolumen lässt sich erweitern, indem man die Lehne nach vorne klappt und dann den gesamten Sitz in die Vertikale kippt - dieses Wickelsystem findet sich in letzter Zeit bei Kleinwagen immer häufiger. Das Kofferraumvolumen bei umgeklappten Rücksitzen gibt Suzuki nur für fensterhohe Beladung an. Dann passen 562 Liter hinein. Zum Vergleich: Der etwa gleich große Nissan Micra bietet mit 251 beziehungsweise 584 Litern etwas mehr.

Ab 10 990 Euro

Der neue Swift wird in drei Ausstattungen angeboten: Club, Comfort und Comfort Plus. Die dreitürige Basisversion ist ab 10 990 Euro zu haben. Das mag auf den ersten Blick viel sein, denn zahlreiche Kleinwagen sind schon für 1 000 Euro weniger erhältlich. Doch muss man an die starke Einstiegsmotorisierung von 92 PS denken: Die meisten Kleinwagen beginnen bei unter 70 PS. Zur Ausstattung zählen bei der Basisversion unter anderem sechs Airbags - löblich, denn etwa beim VW Polo sind es serienmäßig nur vier. Hinzu kommen ABS, elektrische Fensterheber vorn und eine Zentralverriegelung. Ein ESP gibt es auch nicht gegen Aufpreis.

Fazit: Schicker Newcomer mit starker Motorisierung

Der Suzuki Swift ist ganz klar das am besten aussehende Modell der Marke. Auch wenn die Japaner ein wenig bei Mini abgeguckt haben - das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen, und zwar auch innen. Der 92-PS-Basismotor beherrscht eine sportliche Gangart; am Fahrwerk fielen keine Mängel auf. Jedoch würde zumindest ein optionales ESP einem sportlich akzentuierten Kleinwagen wie dem Swift gut stehen.

Zur Ehre gereicht dem Swift der gute Sitzkomfort im Fond. Der Enthusiasmus lässt etwas nach, wenn man sich den Kofferraum ansieht. Vor allem nervt, dass man die Sitze nach dem Wickeln hochbinden muss. Ansonsten ist der Swift ein interessantes Angebot. Um etwas gegen den hohen Einstiegspreis zu tun, sollte Suzuki eine kleinere Motorisierung in Erwägung ziehen.

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