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Die Schwarzwald-Sause

Der große, schlanke Mann mit den kurzen, grauen Haaren verlässt sich bei seinen Entscheidungen am liebsten auf sein Bauchgefühl.

BAIERSBRONN. Das mag damit zu tun haben, dass er ein gelernter Koch ist. Aber Heiner Finkbeiner ist nicht nur das, er ist auch Inhaber von Deutschlands Feinschmecker-Restaurant Nummer eins: der Traube Tonbach. Doch von Zeit zu Zeit stehen für ihn andere als kulinarische Köstlichkeiten im Blickpunkt seines Interesses. Heute zum Beispiel der Porsche Cayenne S.

Noch bevor Finkbeiner den Fahrersitz erklommen hat, lobt er die „gefällige Optik“ des Zuffenhausener Geländewagens, der mit seinen 340 PS überaus sportlich daherkommt.

Die vielen Pferde sind für den Hotelier und Gastronom eine Freude. „Da ich auch längere Autobahnstrecken zurücklege, brauche ich ein Auto, mit dem ich auch mal problemlos 200 Stundenkilometer schnell sein kann“, sagt Finkbeiner.

Diese Aufgabe dürfte für den Cayenne kein Problem sein. Denn seine Höchstgeschwindigkeit von 242 km/h überschreitet locker die 200, das freiwillige Tempolimit unseres Testers. Bei solchen Geschwindigkeiten nimmt sich dann der Cayenne aber auch, was er braucht. Und das dürften deutlich über 20 Liter Super Plus auf 100 Kilometer sein.

Bei solchen Verbrauchswerten dürfte der eine oder andere umweltbewusste Autofahrer die Contenance verlieren. Aber dem darf entgegengehalten werden, dass der Porsche nicht als Sparbrötchen auf dem Markt der Geländewagen konzipiert wurde.

Unser Tester setzt völlig andere Maßstäbe. „In diesem Auto habe ich wunderbar Platz“, freut sich Finkbeiner. Beim Blick auf die Anordnung der Armaturen fällt ihm auch nur Positives ein: „Hier ist alles durchdacht.“

Da Menschen mit Finkbeiners Körpergröße von 1,96 Meter gerne Zipperlein am Rücken plagen, legt unser Tester auf den Sitzkomfort seiner Karossen großen Wert. Im Cayenne zwickt Finkbeiner nichts. Deshalb fällt auch sein Urteil entsprechend aus. „Ausgezeichnet“, sagt er und räkelt sich im Fahrersitz.

Einen schönen und idyllischen Eindruck hinterlassen auch die vielen malerischen Schwarzwaldhäuser, die wir auf der Strecke von Stuttgart nach Baiersbronn links und rechts hinter uns lassen.

Spätestens jetzt weiß auch jeder Nicht-Schwarzwälder, wo sich die Miniatur-Eisenbahnbauer von Märk-lin inspirieren lassen, wenn es darum geht, das Umfeld für ihre Güterzüge und ICEs zu schaffen.

Finkbeiner ergötzt sich nur kurz an den architektonischen Feinheiten der Dörfer und Städte. Dann, auf einem kurvigen Abschnitt der Schwarzwald-Hochstraße, gibt der Spitzengastronom im Cayenne einmal richtig Gas und überholt einen alten, blauen Golf, der betulich seines Weges daherschleicht. Der Cayenne macht das Überholmanöver gern mit und entlockt Finkbeiner wieder ein Lob: „Die Beschleunigung ist für einen Geländewagen exorbitant.“

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