Drivers Seat: Maserati Quattroporte
Umfrage-Hoch

Renate Köcher kennt ihren repräsentativen Verbraucher. Das ist ihr Job, und darin ist sie gut, sehr gut. Und also ist sie sich sicher: Würde sie eine aktuelle Umfrage starten, der Maserati Quattroporte käme hervorragend dabei weg.

„Die Deutschen haben eine Affinität zu schönen Autos“, erklärt Renate Köcher, Chefin des Instituts für Demoskopie im beschaulichen Allensbach am Bodensee. „Auch weil sie wissen, dass ihr Wohlstand zu einem erheblichen Teil auf dem Erfolg der Automobilindustrie aufbaut.“

In diesem Fall sichert der Wagen eher italienische Jobs: Die Ingenieure der Ferrari-Tochter Maserati haben die Neuauflage ihrer Sportlimousine „Quattroporte“ länger und stärker gemacht – zudem bringt die sequenzielle Sechs-Gang-Automatik die Kraft von 400 Pferdestärken nun auf Wunsch ganz ohne lästiges Schalten auf die Straße. Für Renate Köcher ein dicker Pluspunkt, zumal sich der Automatikmodus beim neuen Quattroporte auch in einer sportlicheren Abstimmung zuschalten lässt.

Der Quattroporte, analysiert die Meinungsforscherin, dürfte für Frauen wie Männer gleichermaßen begehrenswert sein: Erst kürzlich habe eine Studie des Allensbacher Instituts eruiert, wie das deutsche Volk zu Luxusartikeln steht. Demnach sind es vor allem Frauen, die sich zu den schönen und teuren Dingen hingezogen fühlen. „Luxusmärkte sind Frauenmärkte“, sagt Köcher. Bei Autos wie dem Quattroporte sei das allerdings etwas anders. Denn sobald die technische Komponente zum Luxus dazukommt, springen vermehrt Männer darauf an.

Renate Köcher – ganz Frau – widmet sich erst einmal ausführlich Design und Verarbeitung des Wagens: „Ein Auto ist auch ein sinnliches Erlebnis.“ Maserati scheint in dieser Hinsicht ein guter Wurf gelungen zu sein. Es ist nicht viel, was die Meinungsforscherin an der Neuauflage des Viertürers auszusetzen hat. Die Mittelkonsole mit dem Navigationssystem passe nicht zum Rest des Innenraums, mäkelt sie. Und die erklärte Opernfachfrau Köcher findet das Aggregat zu laut: „Ein Motor für Fans von sattem Sound. Für mich könnte er etwas leiser sein.“ Die Verarbeitung findet sie hervorragend: „Aber gelbes Leder würde ich mir selbst nie aussuchen.“

Sie selbst nutzt als Dienstwagen den extravaganten CLS von Mercedes. Es sind nicht viele Kilometer, die Renate Köcher jedes Jahr am Steuer verbringt, denn für längere Strecken zu Vorträgen und Aufsichtsratssitzungen hat sie einen Fahrer. Dennoch ist die 54-Jährige wählerisch, wenn es um den fahrbaren Untersatz geht: Außer dem CLS sei nur eine E-Klasse von Mercedes, ein Fünfer oder Sechser von BMW in Frage gekommen.

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