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Mazda MX-5: Schnittiges Schleifchen

Für Márk Terboczi, kreativer Kopf des Verpackungs-Designers Peter Schmidt Group, verwandelt sich der Mazda MX-5 in ein kompaktes Geschenkpaket.

Von diesem Auto hat Márk Terboczi schon als Student geträumt: kompakt, schnittig, Zweisitzer, Cabrio. Doch der Mazda MX-5 war für ihn unerschwinglich, als er Grafik-Design an der Uni paukte – auch wenn der Wagen schon damals einer der günstigsten Roadster auf dem Markt war.

Inzwischen sind über zehn Jahre ins Land gegangen, doch Terboczis alte Liebe ist nicht erloschen. Und so huscht ein freudiges Lächeln über sein Gesicht, als er vor seinem Büro im schicken Frankfurter Westhafen auf den Mazda zugeht, den er heute für das Weekend Journal testen will. Der 37-Jährige ist Kreativ-Direktor bei der Peter Schmidt Group, die ihre Kunden beim Corporate Design berät und Verpackungen kreiert. „Früher wurde der MX-5 als Sekretärinnen-Auto belächelt“, sagt er. „Aber inzwischen ist er maskuliner geworden, zum Beispiel durch die ausgestellten Radkästen.“

Den ersten MX-5 brachte Mazda vor 17 Jahren auf den Markt – damals noch mit den charakteristischen Klapp-Scheinwerfern. Seitdem hat sich das Modell zum meistverkauften Roadster der Welt entwickelt. Diesen Herbst kam die dritte Version auf den Markt. Sie sieht kompakter aus als der Vorgänger, die Form hat sich aber in Wahrheit kaum verändert.

Erstmals hat der kleine Japaner jetzt ein Kunststoff-Hardtop bekommen, das sich elektrisch bedienen lässt. Ausgiebiges Einkaufen ist trotzdem noch möglich: Das Dach klappt direkt hinter die Sitze und nimmt im Kofferraum keinen Stauraum weg.

Trotz seiner frühen Liebe zum MX-5: Gekauft hat Terboczi den Wagen nie. Denn der Verdienst aus seinem ersten Job reichte schon für ein größeres Auto. Ungewöhnliche Wagen hatte der Design-Berater in den vergangenen Jahren viele.

„Ich habe kürzlich einmal nachgezählt“, berichtet er, während er sich mit dem Mazda in den dichten Frankfurter Innenstadt-Verkehr einfädelt. „Insgesamt bin ich auf 14 Autos in den vergangenen zwölf Jahren gekommen.“ Darunter waren auch ein Maserati Quattroporte und ein Jaguar XK. Heute fährt Terboczi einen Maserati Gransport.

Dass er seinen Kunden damit als zu extravagant erscheinen könnte – darum sorgt sich der Designer nicht. „In unserer Branche ist das zum Glück kein Problem. Manche Kunden erwarten geradezu, dass wir ein ungewöhnliches Auto fahren“, berichtet der Designer.

Und bequemer als der Mazda MX-5 ist Terboczis Maserati allemal. „Hier drin fühlt man sich schon recht beengt“, stellt er nüchtern fest, als er den Roadster durch Hofheim vor den Toren Frankfurts lenkt.

„Aber das gehört wohl zum MX-5-Gefühl dazu.“

Immerhin: Das Fahren macht ihm Spaß: „Man hat das angenehme Gefühl, direkten Kontakt zur Straße zu haben.“

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