Drivers Seat
Mit Luft weggefedert

Das wird eng. Christoph Böhr wird unruhig. Er steht vor einer roten Ampel. Es ist Mittagszeit, und Böhr hat den Eindruck, dass alle Mainzer in ihre Autos gestiegen sind, um sich in der Innenstadt zu treffen.

Das wird eng. Christoph Böhr wird unruhig. Er steht vor einer roten Ampel. Es ist Mittagszeit, und Böhr hat den Eindruck, dass alle Mainzer in ihre Autos gestiegen sind, um sich in der Innenstadt zu treffen.

Auch der Oppositionsführer im rheinland-pfälzischen Landtag gehört dazu. Er ist in einem Range Rover Sport unterwegs, unserem Weekend-Journal-Testwagen. Das Fahrzeug macht das ständige Warten vor roten Ampeln aber erträglicher, meint der Vorsitzende der CDU-Wertekommission.

Gleich zu Beginn lobt er die „tollen Sitze“. Böhr macht sich mit seinem Testgefährt intensiv vertraut. Es gefällt ihm gut. „Eine sehr klare Gestaltung und übersichtliche Anordnung der Armaturen“, lobt er.

Die Fahrt durch Rheinhessen kann beginnen. Der Berufspolitiker Böhr, der im nächsten Jahr rheinland-pfälzischer Ministerpräsident werden will, macht aus seinem Herzen keine Mördergrube. „Die Testfahrt ist eine richtig schöne Abwechslung“, sagt er. In heißen Wahlkampfzeiten haben solche Stunden für einen Spitzenpolitiker Seltenheitswert.

Während der Suche nach einem geeigneten Gelände abseits der Bundesstraße erzählt Böhr vom Arbeitstag eines Politikers. „Um 8.40 Uhr hatte ich gestern den ersten Termin mit Tabakbauern aus der Pfalz. Dann stand ein Treffen mit einem Kreisbauern-Verband auf dem Programm. Anschließend war ich bis zum späten Abend in einem Ludwigshafener Krankenhaus.“

Doch damit nicht genug. Wenn Böhr nach solchen Tagen um Mitternacht in sein Büro im pfälzischen Landtag kommt, wird bei ihm noch lange nicht der Feierabend eingeläutet. Dann heißt es E-Mails und die Post beantworten. Erst um drei Uhr morgens ist für Böhr Schicht im Schacht.

Wer nach einem solchen Pensum noch acht Stunden Schlaf braucht, sollte besser kein Berufspolitiker werden. „Ich komme mit drei bis vier Stunden aus“, erzählt der promovierte Geisteswissenschaftler.

Doch von Müdigkeit ist bei Böhr jetzt keine Spur. Bald findet er einen geeigneten Feldweg, auf dem der Range Rover seine Qualitäten beweisen kann. Schnell tritt Böhr auf das Gaspedal. Den Feldweg sprenkeln reichlich Schlaglöcher.

Die nimmt Böhr gern mit. Auch auf große Pfützen nimmt unser Tester direkten Kurs und freut sich, wenn das Wasser am Wagen hochspritzt. „Das Auto nimmt jede Unebenheit problemlos mit. Auf dem Fahrersitz spürt man fast gar nichts von der ruppigen Geländefahrt“, freut sich Böhr. Immerhin, der Wagen hat eine Luftfederung, die vom Computer geregelt wird.

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