Driver´s Seat
Mit Yoshi im Taunus

Bei Tempo 245 lässt sich Bernd Fakesch den Wind um die Nase wehen. Der Chef von Nintendo Deutschland, hat den Nissan 350 Z getestet, bei dessen Entwicklung die Nissan-Ingenieure wohl eher Porsche im Kopf gehabt haben.

DÜSSELDORF. Am Steuer des neuen Nissan 350 Z. Die Reifen hämmern über die Piste: „Pock, pock, pock“. Rechts ziehen Felsen vorbei, der Wagen saugt sich an den Asphalt, während der Motor heiser jeden Gang vor sich hinsingt.

Geräusch und Handhabung des Z könnten in eines dieser Auto-Rennspiele passen. Es fehlt nur die Einblendung in der Scheibe – mit der Punktzahl, wenn der Pilot eine Biegung besonders nah an der Ideallinie genommen hat.

Der Mann hinterm Lenkrad jedenfalls lächelt, als ob er im Geiste zu Yoshi mutiert – dem kleinen grünen Dinosaurier mit der dicken Nase, den er von Berufs wegen in Millionen Kinderzimmern in Autorennen schickt.

Yoshi ist einer der Helden von „Mario Kart DS“, dem Hit von Videospiel-Macher Nintendo. Und Bernd Fakesch, Chef von Nintendo Deutschland, sucht sich diesen Yoshi am liebsten als Alter Ego aus, wenn er selbst ins virtuelle Kart einsteigt.

Heute ist es indes kein Videospiel, sondern der Nissan 350 Z mit seiner Mischung aus Retro-Stil und Science-Fiction-Linien – und seinem harten, auf Rennwagen getrimmten Klang.

Bei der Entwicklung scheinen die Nissan-Ingenieure wohl eher Porsche im Kopf gehabt zu haben. „Der Z ist ein Auto für Porsche-Fans ohne Porsche-Geldbeutel“, sagt Fakesch, der den japanischen Sportwagen heute auf den Straßen rund um Frankfurt testet.

Noch einmal 21 PS mehr als bisher haben die Nissan-Techniker dem Sportwagen im Frühjahr gegönnt, der schon für knapp 40 000 Euro mit Sechsganggetriebe zu haben ist. Er soll satter klingen, besser auf dem Asphalt sitzen und ist schneller geworden. Fakesch lobt das Facelifting: „Er liegt toll auf der Straße“, urteilt der Spiel-Fachmann, als er den Wagen über die Landstraße in Richtung Feldberg treibt. „Man fühlt sich wie im Rennwagen.“

Zwei junge Männer winken aus ihrem roten Golf herüber und recken die Daumen in die Höhe. „Wenn ich so ein Auto hätte“, sinniert Fakesch, während er vor einer Kurve runterschaltet und den Motor aufheulen lässt, „dann würde ich wohl eher wieder zum sportlichen Fahrer werden.“

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