Drivers Seat
Platzhirsch der Kreisstraße

Stifter Haymo G. Rethwisch testet den Range Rover Supercharged in Deutschlands wildestem Osten: der Uckermark.

KLEPELSHAGEN. Mit Schmackes fährt der Mann über die schmalen Waldwege. Matschiges, unwegsames Gelände durchpflügt er genussvoll mit seinem Geländewagen. Es macht ihm sichtlich Spaß. Deshalb sucht er für sich und sein Gefährt noch eine neue Herausforderung abseits der Straße. Das Wäldchen in der Uckermark hat davon einige zu bieten. Und auch jetzt zeigt der Range Rover keine Ermüdungserscheinungen. „Der ist für größere Bodenwellen genau richtig ausgelegt“, lobt Haymo Rethwisch.

Von diesen gibt es bis zu unserem Ziel, dem Gutshof Klepelshagen, einige zu überwinden. Klepelshagen gehört zu Strasburg/Uckermark und liegt zwar in der Nähe von Neubrandenburg. Aber die größte Stadt in der Gegend heißt Stettin.

In Klepelshagen ließen es sich früher ostelbische Landjunker gut gehen. Zu DDR-Zeiten war dies ein Volkseigenes Gut, das die Äcker zum Wohle der Werktätigen des Arbeiter- und Bauernstaates bestellte.

Heute ist es Sitz der Deutschen Wildtier Stiftung. Rethwisch, einst Besitzer der Hamburger Wäsche-Service-Firma Boco, ist Stifter und Vorstand. „Stiftungszweck ist der Schutz der einheimischen Tierwelt. Da zählt die Ameise genauso dazu wie der Seeadler“, erzählt er.

Kurz bevor das Gut erreicht ist, biegt Rethwisch vom Feldweg nach rechts ab. Er fährt eine steile Wiese hinauf. Von dort genießen wir einen prächtigen Blick ins „Tal der Hirsche“. Den schätzt unser Tester besonders. Besonders dann, wenn sich hier eine große Anzahl der Huftiere ein ungestörtes Stelldichein gibt. Unser Range Rover ist für Ausflüge dieser hochherrschaftlichen Art gut geeignet. „Die Wald- und Wiesenfahrt hat er mit Bravour gelöst“, sagt Rethwisch.

Bei BMW wird dieses Kompliment nicht mehr fruchten. Mehr als drei Jahre nach der Einführung des aktuellen Range Rovers haben sich die Münchener nun endgültig von ihm verabschiedet.

Zur Erinnerung: 1994 hatte der bayerische Autobauer die britische Marke übernommen. Bereits sechs Jahre später trennte sich BMW von Rover und verkaufte Land Rover an Ford. Die Amerikaner änderten an dem von den Bayern entwickelten Range Rover erst einmal nichts, sie kümmerten sich lediglich um die Vermarktung und bezogen weiterhin die Motoren von BMW.

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