Drivers Seat
Sternsinger auf großer Fahrt

Logistiker Karl-Martin Pfenning schwört seit jeher auf Mercedes. Die neue S-Klasse ist für ihn ein großer Sprung voran.

MANNHEIM. Bei Familie Pfenning steht alles im Zeichen von Mercedes. Sein Vater hat „noch beim Stern gearbeitet“, erzählt Karl-Martin Pfenning. Und er selbst duldet bis heute kein Auto mit Ringen oder gar blau-weißen Propellern in seiner Garage. Der Unternehmer befehligt auch eine der größten „reinen“ Mercedes-LKW-Flotten Deutschlands, mit der er jede Nacht Tomaten und Putensalami zu 8 000 Supermärkten in der ganzen Republik transportiert und Fahrzeugteile zum Omnibus-Werk von Daimler-Chrysler in Mannheim.

Mit 18 Jahren, erzählt Pfenning, hatte er mit Vaters Benz schon so viele Runden auf dem Firmengelände gedreht, dass der Fahrlehrer seinen Schützling süffisant fragte, wie lange er denn eigentlich schon Mercedes-Fahrer sei. „Es ist wegen der Technik“, schwärmt Pfenning. „und wegen des hohen Komforts. Ich bin noch nie von Mercedes enttäuscht worden.“

Pfenning, der es schätzt, wenn man sich im Auto fühlt „wie im Fernsehsessel“, steht nun der neuen S-Klasse aus Stuttgart gegenüber. Sie gefällt ihm jetzt besser als beim ersten Hinsehen. „Es war sozusagen Liebe auf den zweiten Blick“, sagt Pfenning. Als guter Kunde des Hauses hatte er den Nachfolger seines aktuellen Dienstwagens schon vor der Markteinführung bestaunen dürfen.

Er wurde indes nicht richtig warm mit ihm. „Als ich ihn in dieser Halle in Stuttgart gesehen habe, wirkte er arg wuchtig – und sehr an den Maybach angelehnt. Der Maybach ist aber kein Auto für normale Unternehmer, eher was für Scheichs.“

Vor allem die ausgestellten Radkästen der neuen S-Klasse hatten Pfenning auf den ersten Blick zu viel Familienähnlichkeit mit der Milliardärskutsche. Bei der S-Klasse hat der „Stern“ sich schließlich an modernem Design versucht – wie vorher beim CLS. „Inzwischen finde ich das Auto sehr schön“, sagt der Mercedes-Jünger pflichtschuldig und besteigt das Fünf-Meter-Fahrzeug.

Pfenning schmeichelt sich in den Benzschen Fernsehsessel und drückt auf den Startknopf neben dem Lenkrad. Dann passiert allerdings nichts: kein Brummen, kein noch so leises Rumpeln, Blubbern oder auch nur Summen. Einfach Stille. Ratlos drückt der Unternehmer, der wie seine ganze Familie einen LKW-Führerschein hat, auf dem digitalen Zündschlüssel-Ersatz herum, bis ihm aufgeht, dass der Motor längst läuft. „Man hört ihn wirklich überhaupt nicht“, sagt Pfenning verblüfft. „Nur wenn man das Gaspedal durchtritt.“

Der Flüstermotor ist nicht das einzig erstaunliche am großen Benz. Der Wagen zieht vor einem Unfall auch automatisch die Sicherheitsgurte straff und schließt Fenster und Türen, kann im Stau dank Autopilot selbstständig mitschwimmen und sieht im Dunkeln – mit Nachtsichtassistent. Für Karl-Martin Pfenning bleibt da nur noch wenig Arbeit. Und so lässt er die S-Klasse vom Stapel wie ein Kapitän seinen Ozeanriesen.

Seite 1:

Sternsinger auf großer Fahrt

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%