Ein Motor, zwei Getriebe
Audi R8: Blubbern, Sirren, Brüllen

dpa-infocom HAAR. Audis neuer Sportwagen R8 wartet mit einer Besonderheit auf: Der Achtzylinder wird von Hand zusammengebaut. Der Hersteller hat dafür extra eine alte Halle in seinen Werksanlagen in Neckarsulm für 28 Mill. Euro hergerichtet.

Der für einen Sportwagen sehr lange Radstand ergibt einen langen Innenraum und einen großen Verstellweg der Sitze. In der Nase des R8 kann man einiges transportieren, dort gibt es einen Gepäckraum von 100 Litern. Hinter den Sitzen sind weitere 90 Liter Stauraum zu finden, in die immerhin zwei Golftaschen hineinpassen. Hinten ist auch die Maschine untergebracht, in fahrdynamisch idealer Position zwischen den Sitzen und der Achse. Damit jeder das Triebwerk im R8 sehen kann, findet es unter einer Glasabdeckung Platz. Gegen einen Preisaufschlag lässt sich der Motorraum beleuchten und mit einer Carboneinlage ausrüsten.

Zwei Schaltungen stehen zur Auswahl, eine Sechsgang-Handschaltung und das automatische Schaltgetriebe R tronic. Die komplett neu entwickelte Automatik zeichnet sich im wählbaren Sport-Modus durch Gangwechsel innerhalb von Millisekunden aus - schneller als die geübtesten Fahrer es vollbringen. Die Maschine dreht mit bis zu 8 250 U/min. Das Ergebnis ist ein gleichmäßiger Drehmomentaufbau, der für gehörigen Schub sorgt. Entsprechend beeindrucken die Fahrleistungen: In 4,6 Sekunden sprintet der R8 auf Tempo 100, mit Schaltgetriebe ebenso wie mit der R tronic. Die 200-km/h-Marke ist nach 14,9 Sekunden erreicht. Der Wagen wird nicht bei 250 km/h abgeregelt, erst bei 301 km/h gleichen Roll- und Luftwiderstand die Vortriebskraft des Motors aus.

Maximale Traktion dank Allradantrieb

Der Allradantrieb des R8 unterscheidet sich von den bisherigen quattro-Modellen: Vom Getriebe führt die Antriebswelle durch die Ölwanne des Motors nach vorne zum Vorderachs-Differenzial. Mit einer Achslastverteilung von 44 zu 56 Prozent ist die Gewichtsbalance des R8 gut. Passend dazu verteilt die Visko-Kupplung bis zu 35 Prozent der Antriebskraft an die Vorderachse. Das bedeutet maximale Traktion, erhält aber zugleich das für einen Mittelmotor-Sportwagen typische agile Fahrverhalten.

Driften auf allen Vieren

Der R8 setzt Lenkbefehle so direkt um, als könne er Gedanken lesen. Mit eingeschaltetem ESP kann man es auch ruhig einmal übertreiben und Kurven zu schnell angehen. Der R8 zieht auf allen Vieren kontrolliert nach außen und lässt sich durch Gaswegnehmen wieder in die Bahn bringen. Serienmäßig hat der Audi R8 eine Hochleistungsbremsanlage: 24 Bremskolben sorgen für sehr kurze Bremswege. Gegen Aufpreis gibt es eine Keramikbremse. Empfehlenswert ist das Magnetic-Ride-System. Es passt die Dämpfungscharakteristik innerhalb von Millisekunden dem Profil der Straße und der Gangart des Piloten an und erlaubt auch komfortables Reisen.

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