Ein teures Vergnügen von Volkswagen
Golf GTI: Der König der Kreisstraße

Jetzt lässt der neue Golf die Muskeln spielen. Ein halbes Jahr nach dem Wechsel zur sechsten Generation schickt VW im April wieder einen GTI ins Rennen.

dpa-infocom HAMBURG. Liebevoll gestaltet mit vielen Anklängen an das Original von 1976, kräftig motorisiert und straff abgestimmt gibt er den Sportler für Jedermann und kommt der ursprünglichen Mission verdächtig nahe. Vor 33 Jahren und 1,7 Mill. Zulassungen galt der GTI als Brandstifter unter den Biedermännern und war das einzig bezahlbare Auto, das einem Porsche, BMW oder Mercedes auf die Pelle rücken konnte.

Ganz so spitz ist die Positionierung heute zwar nicht mehr. Denn erstens ist ein GTI mittlerweile ein teures Vergnügen und kostet statt 13 850 Mark mindestens 26 650 Euro und zweitens sind auch die Autos aus Stuttgart oder München schneller geworden. Doch seine Rolle als ambitionierter Breitensportler mit hoher Alltagstauglichkeit spielt der Bestseller auch heute perfekt.

Leistung, die man spürt und hört

Dafür steht vor allem der zwei Liter große Direkteinspritzer, dem ein Turbolader 210 PS und bis zu 280 Newtonmeter entlockt. Ohne erkennbare Mühe schnellt der GTI damit nach vorn - ganz so, als würde er von einem Katapult geschossen. Und so vergehen nur 6,9 Sekunden beim Sprint auf Tempo 100. Den fürs Überholen wichtigen Zwischenspurt von 80 auf 120 km/h absolviert er in 7,5 Sekunden, und Schluss ist erst bei rund 240 km/h. Dass der GTI kein normaler Golf ist, kann man aber auch hören. Nicht umsonst haben die Ingenieure zum Sportauspuff auch noch einen Soundgenerator entwickelt, der mit jedem Gasstoß ein wunderbar leidenschaftliches Röhren in den Innenraum zaubert.

An der Zapfsäule wird der GTI lammfromm

Nur an der Zapfsäule gibt sich der GTI lammfromm. Musste man früher kräftig Vergnügungssteuer zahlen, ist der Kraftmeier heute mit 7,4 Litern zufrieden und damit sogar zehn Prozent sparsamer als das Original von 1976. Und das, obwohl der GTI heute 74 kW/100 PS stärker, 58 km/h schneller und 508 Kilogramm schwerer ist. Zwar klettert der Verbrauch bei ambitionierter Fahrweise auch mal in den zweistelligen Bereicht. Doch wer sich halbwegs an die Schaltempfehlung hält und gelegentlich den Bleifuß lupft, lernt den GTI als Dauerläufer kennen und kommt zwischen zwei Tankstopps mehr als 700 Kilometer weit.

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