Test + Technik
Eine Legende feiert Geburtstag

Vor genau fünfzig Jahren wurde in Georgsmarienhütte der Karmann Ghia vorgestellt. Vom 14. bis 17. Juli treffen sich daher die Fanclubs an historischer Stätte.

Die Karmänner bauten bereits seit 1949 das Käfer-Cabrio und wollten auf der Plattform auch einen Zweisitzer herstellen. Doch VW-Chef Heinrich Nordhoff sagte Nein. Die Entscheidung fiel erst 1953, als die Karmänner bei Luigi Segre in den Turiner Ghia-Studios einen Wagen entwerfen ließen. Zum Coupé kam 1957 das Cabrio.

Romy Schneider fuhr einst Karmann Ghia, ebenso Elisabeth Noelle-Neumann, die Verlegerin Aenne Burda, die Düsseldorfer Bürgermeisterin Gudrun Hock, Strenesse-Chef Gerd Strehle, der Fotograf Jim Rakete, Reise-Unternehmer Vural Öger, der Steakhaus-Besitzer Eugen Block, der dba-Chef Hans Rudolf Wöhrl, der Ballettkönig Rudolf Nurejew – und der BMW-Chefdesigner Chris Bangle.

In Vietnam fuhr ihn der Kriegsreporter Peter Arnett, der 1991 im Irak bekannt wurde. In vielen Filmen kam der Ghia vor, darunter in Hitchcocks Vertigo (1958) und in Kill Bill 2 (2004), mit der schönen Uma Thurman am Steuer.

Zwei Drittel der Produktion, rund 290 000 Wagen, wurden in die USA exportiert. Bis 1974, als auch der Käfer langsam starb, wurden 443 478 Stück produziert.

Experten schätzen seinen Wert auf 15 000 Euro für das Coupé und 20 000 Euro für das seltenere Cabrio. Modelle aus den ersten Baureihen können sogar bis zu 40 000 Euro erzielen. Auf deutschen Straßen sind noch 3 325 Karmann Ghias unterwegs.

Link:
»www.50-jahre-karmann-ghia.de

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