Elektroautoindex
Niemand weiß, ob Elektroautos tatsächlich die Zukunft sind

Deutschland hat den Angriff der Japaner und Chinesen pariert. Doch der Blutdruck in der Branche ist deutlich gestiegen.
  • 10

DüsseldorfHans-Georg Härter ist ein Automanager der alten Schule. Der Chef des Getriebeherstellers ZF Friedrichshafen widmete sein Berufsleben benzin- und dieselgetriebenen Autos. An Elektroautos dagegen mag er nicht so recht glauben. Mit düsteren Prognosen setzte er sich in den vergangenen Jahren an die Spitze der E-Auto- Skeptiker. „Niemand weiß, ob Elektroautos tatsächlich die Zukunft sind“, sagte er im April der WirtschaftsWoche.

Doch mit der Haltung steht der ZF-Chef zunehmend allein da. „Auch Unternehmen mit alten Haudegen wie Härter, die sich lange gegen die neue Technik gesperrt haben, werden nun nervös“, heißt es aus dem Umfeld des ZF-Managements. Zulieferer, die noch nicht in den Bereich eingestiegen seien, fragten sich, ob sie noch eine Chance im neuen Milliardenmarkt hätten oder der Zug schon abgefahren sei. Bei ZF wurde der Strategieschwenk erst kürzlich besiegelt: Härter wird 2012 vom Elektromobilitäts- Experten Stefan Sommer abgelöst.

Welche Länder bei der E-Mobilität führen

„Der Blutdruck in der Branche ist deutlich gestiegen“, beobachtet Christian Malorny, Autoexperte bei der der Unternehmensberatung McKinsey. „Die deutschen Autohersteller installieren derzeit Teams mit jeweils 100 oder 200 Managern, die sich ausschließlich um den Aufbau des neuen Geschäftsfelds kümmern.“ Und sie hätten die Absatzprognosen für ihre ersten Elektromodelle nach oben korrigiert: „Sie planen mit 30.000 bis 70.000 verkauften Exemplaren pro Modell und Jahr ab 2013.“

Der Stimmungswandel deutet sich vorsichtig auch im neuen Elektroautoindex (kurz: Evi) an, den McKinsey seit Anfang 2010 für die WirtschaftsWoche erstellt. Das weltweit einzigartige Ranking gibt an, zu wie viel Prozent ein Land die Elektromobilität aktuell erreicht, die Experten für das Jahr 2020 vorhersagen. Gemessen werden die Nachfrage und die Produktion von Elektroautos. Demnach konnte Deutschland den Überholversuch Chinas und Japans, der vor gut einem Jahr begann, parieren und liegt aktuell mit rund 30 Prozent des für 2020 prognostizierten Elektromobilitätsniveaus mit beiden Ländern weiterhin etwa gleichauf auf Platz drei.

Seite 1:

Niemand weiß, ob Elektroautos tatsächlich die Zukunft sind

Seite 2:

Fest entschlossen

Kommentare zu " Elektroautoindex: Niemand weiß, ob Elektroautos tatsächlich die Zukunft sind"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Range Extender (Benzinmotor der einen Generator antreibt)
    Das ist so, als würde man ein Ventilator vor das Windrad
    stellen zur Stromerzeugung.
    Ist der Akku leer gibt’s nur eins:
    AKKU – WECHSEL AN DER TANKSTELLE!
    ..und weiter geht’s, wo liegt das Problem?
    Die optimalste Lösung!
    Warum einfach wenn‘s auch teuer geht.

  • Elektromobilität – oder, das Schreckgespenst der Auto und Mineralöl - Industrie.
    Eine einheitliche Norm für die Wechselbatterien ist ebenso Pflicht.
    Die Reichweite der E-Autos kann ohne weiteres verdreifacht werden indem
    die Fahrzeuge mit Solarpanel bestückt werden. Flexible Solarpanel.
    Statt sinnlose Steuerprämien, sollte Intelligenter Weise die Infrastruktur
    ausgebaut werden und einen höheren Anteil der Fördermittel zur Entwicklung
    Leistungsstärkerer Akkus ausgegeben werden.
    Die Nachfrage nach Elektroautos ist doch Heute schon so groß wie auf das
    Begrüßungsgeld nach dem Mauerfall ! Geht die Produktion in Großserie, wird
    der VKP rapide in den Keller gehen, das ist mehr Ersparnis als Steuerprämie.

    Würde die Photovoltaic – Technik so genutzt werden wie das Rad müsste man
    nicht so dämliche Debatten führen um die Stromversorgung zu garantieren.
    Es sollten die Grundlagen dafür schaffen werden das Häuserfassaden, ins
    Besondere Bürohochhäuser mit Photovoltaic - Panels versehen werden müssen.
    Dafür spart man auch die übliche Hausverkleidung. Auch hier keine Mehrkosten,
    im Gegenteil, durch die Stromgewinnung wird auf Jahre Gewinn erzielt!
    Um die Vorgaben des Kyoto-Protokolls könnte man nur noch müde lächeln.Die Brennstoffzelle ist kostspielig,
    Energieaufwendig und erst in ca.zehn Jahren Serienreif.
    Range Extender (Benzinmotor der einen Generator antreibt)
    Das ist so, als würde man ein Ventilator vor das Windrad stellen zur Stromerzeugung.
    Schlagwort: Carbazol, die Uni Erlangen erst mal 500.000 Euro Fördergeld beantragt.
    Induktionstechnologie, - alles Phrasen die den Einsatz von E-Kfz. hinausschieben.
    Deutschland bleibt unbedeutend wenn die „Elitenköpfe“ nicht endlich dieSchwelle zu einer neuen
    Epoche im Automobilbau erkennen.

  • Elektromobilität – oder, das Schreckgespenst der Auto und Mineralöl - Industrie.
    Elektroautos, Argumentiert, teuer, Preis hochgehalten, immer im Versuchsstadium,
    Akku zu wenig Kapazität, lange Aufladzeit, geringe Reichweite und so weiter…
    Problem Ladesäule jeder„Quatscht“ den gleichen Mist.
    So wird der Einsatz von Elektroautos von der etablierten Industrie „gesteuert“.
    Ladesäulen Aufstellen in Hochhaus - Wohnsiedlungen? Dem Vandalismus ist
    Tür und Tor geöffnet. Und bei Regen, Eis, Schnee? Stromschlag!
    Kurzschlussgefahr! Wir tanken nicht unter freiem Himmel. „Schlangestehen“
    an der Ladestation? Eine unausgegorene Phantasie.
    Wo bitte ist die passende Ladesäule, (erst wieder in der eigenen Garage?
    Reichweite > Tesla Roadster< bei moderaten Fahrweise über 400 km.
    Porsche „997 Carrera.“ Reichweite ca. 150 oder 200 km , Höchstgeschwindigkeit
    ca. 180 oder 220 km/h. Mit 130 km/h, Reichweite ca. 300km.
    Protoscar Lampo 3, km/h 220, kW 420, Mit 130 km/h, Reichweite ca. 400km.

    Was wurde aus dem Audi A2, der schaffte am 26.10.2010 rund 600 Kilometer, ohne aufzuladen. Ach ja, das DBM-Rekordauto ist beim Brand einer Berliner Lagerhalle
    am 12.12.2010 komplett zerstört worden. Sind die Anschlüsse international genormt
    oder macht jeder seinen eigenen schönen Stecker? Will ich mobil sein
    auch im Ausland, gibt es nur eine Lösung:
    AKKU – WECHSEL AN DER TANKSTELLE!
    Dauert nicht länger wie Benzintanken und ist nicht teurer als derzeitiger
    Treibstoff, im Gegenteil! Und auf einmal wird Benzin, Diesel und Kraftfahrzeuge
    mit Verbrennungsmotoren angeboten wie „SAUERBIER“!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%