Elektromobilität
Neuer Weltstandard für E-Auto-Aufladung

ISO und ICE sind sich einig. Der neue Standard der Organisationen ermöglicht intelligentes Laden, wenn Fahrzeug und Ladestation darauf eingestellt sind.
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DortmundAuf einen weltweit gültigen, offenen Kommunikationsstandard für das Laden von Elektroautos haben sich die Internationale Organisation für Normung (ISO) für den Automobilbereich und die Internationale Elektrotechnische Kommission (ICE) für den Energiesektor geeinigt. Der neue Standard ermöglicht ein intelligentes Laden, wenn Fahrzeug und Ladestation darauf eingestellt sind.

Ab sofort hält er sukzessive in alle relevanten Ausrüstungen Einzug und soll ab 2017 für jedermann nutzbar sein. Nach der Entscheidung der EU-Kommission vom Januar 2013, den Typ-2-Stecker zum Standard zu erheben, dem sich 20 Energie- und Automobilunternehmen anschlossen haben, bildet nun der neue Standard einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einer Elektromobilität ohne Verständigungshindernisse.

Dadurch benötigen Elektrofahrzeuge keine gesonderte Anmeldung mehr zum Laden. Die Ladestation erkennt den Nutzer automatisch, wobei die Übermittlung der Daten verschlüsselt erfolgt. Beim erstmaligen Nutzen einer Ladestation kommt es zu einer automatischen Vertragsinstallation. Ein einheitliches Roamingverfahren ermöglicht – wie etwa im Mobilfunk - die Nutzung fremder Systeme. Der Nutzer kann, soweit der Anbieter diese Möglichkeit zulässt, die Stromqualität bestimmen, und so etwa nur Strom aus erneuerbaren Energien tanken.

Der Clou besteht laut dem RWE-Experten für Elektromobilität, Daniel Ullrich, in den Funktionen "Smart Charging/Peak Shaving". Diese ermöglichen es dem Strombezieher, die Ladezeit aus einer Starklast- in eine Schwachlastzeit - etwa von 17 Uhr auf 22 Uhr - zu verschieben. Das nützt den Netzen und dem Geldbeutel des Kunden.

Kommentare zu " Elektromobilität: Neuer Weltstandard für E-Auto-Aufladung"

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  • Das man sich geeinigt hat ist ein Fortschritt. Warum nicht eine heute existente Infrastruktur genutzt wird, sondern eine eigene, mit einem Mobilfunknetz vergleichbare, Infrastruktur aufgebaut wird ist mir unklar. Das kostet Geld, Zeit und verzögert die Markteinführung.
    Eine "automatischen Vertragsinstallation" als Vorteil darzustellen halte ich ebenfalls als für sehr gewagt.
    Meiner Einschaätzung nach verzögert das das ganze auf min 2019.
    mfg
    wolfram

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