Erste Ausfahrt im Golf-Gegner Opel Astra

Lieber voranleuchten als hinterher fahren

Opel macht viel Wirbel um den neuen Astra. Zum Teil zu Recht, glänzt die fünfte Generation doch mit einem Feature, das andere in dieser Klasse noch nicht haben. Wie gefährlich kann er dem Golf werden?
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Opel Astra K - Lieber voranleuchten als hinterher fahren Quelle: Opel
Opel Astra K: Jünger, schlanker, temperamentvoller

Mit dem neuen Astra wird Opel einen großen Schritt nach vorn kommen, auch wenn er in Länge, Breite und Höhe weniger zu bieten hat als sein Vorgänger. Doch bringt die neue Architektur mehr Raum für Passagiere und Gepäck und der Leichtbau weniger Gewicht.

Die am 10. Oktober zu Preisen ab 17.260 Euro in den Handel kommende fünfte Generation des Opel Astra will nicht länger den Wettbewerbern hinterherfahren. Außer einem dynamischeren Design und neuen sowie sparsameren Motoren wollen die Rüsselsheimer besonders durch seine inneren Werte und technische Neuerungen punkten.

So haben sich die Designer und Ingenieure besonders des Thema Lichts angenommen. Standardmäßig sind LED-Tagfahrlicht sowie LED-Blinker, auf Wunsch sind auch die Heckleuchten als LED ausgeführt. Gegen Aufpreis von 1.150 Euro bietet Opel das Intellilux genannte LED-Matrixlicht an. Damit ist diese Lichttechnologie erstmals in der Kompaktklasse erhältlich.

Das Lichtsystem ist ein blendfreies Fernlicht, das Opel nun nach fünf Jahren Entwicklungszeit zur Serienreife entwickelt hat. Je acht Leuchtelemente pro Scheinwerfer kommen zum Einsatz. Das System arbeitet mit der Frontkamera zusammen – kann also erkennen, ob man in oder außerhalb geschlossener Ortschaften unterwegs ist - und ist in der Lage ab einer Geschwindigkeit von ca. 50 km/h, die Länge des Lichtstrahls und die Verteilung des Lichtkegels automatisch der Verkehrssituation anzupassen.

Der neue Astra wird flacher, schärfer, leichter
Flacher, leichter, schärfer
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Die neue Generation des Opel Astra soll nicht nur leichter, geräumiger und sparsamer sein als das aktuelle Modell. Ab dem Herbst will der Kompakte auch mit gestrafftem Design gegen den Dauerrivalen VW Golf punkten. Eigentlich war das Gesicht des neuen Astra noch geheim. Doch dann wurden Bilder auf einem italienischen Blog gezeigt...

Dynamisches Äußeres
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Darum legen die Rüsselsheimer nun alles offen: Der Fünftürer geht deutlich verändert in die fünfte Generation: Die Front ist flacher, der Kühlergrill wirkt optisch breiter und scharfe Sicken ziehen sich über Motorhaube sowie Flanken. Am Heck finden sich schwarz durchbrochene C-Säulen und schmale dreidimensionale Leuchten.

Premiere feiert der Opel auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt (17. - 27.9.2015), auf den Markt kommt er dann kurz darauf im Oktober. Das Kompaktmodell ist bis zu 200 Kilogramm leichter geworden, mindestens jedoch immer um 120 Kilogramm. Wert legten die Entwickler auf umfassende Assistenzszysteme und die Smartphone-Einbindung. Zudem ist der Astra das erste Auto seiner Klasse mit dem intelligenten LED-Matrix-Licht.

Erfolgreich abgespeckt
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In der Länge schrumpft der neue Astra um knapp fünf Zentimeter auf 4,37 Meter, in der Breite um 3,4, in der Höhe um 2,6 Zentimeter. Dazu sorgt die neue technische Plattform für eine Gewichtsreduzierung – je nach Modell sollen zwischen 120 und 200 Kilogramm eingespart werden. Auch der Luftwiderstandsbeiwert sinkt (0,30).

Trotz des leicht kürzeren Radstands steigt die Beinfreiheit auf den hinteren Plätzen auch dank neu gestalteter Sitze um dreieinhalb Zentimeter. Die Motorenpalette deckt ein Leistungsspekturm von 70 kW / 95 PS bis 147 kW / 200 PS ab. Erstmals im Einsatz ist der neue 1.4 Ecotec Direct Injection Turbo, ein Vierzylinder, der aus derselben Entwicklungsreihe stammt wie der kleinere Ein-Liter-Dreizylinder.

Schon im Stand dynamisch
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Bei der Entwicklung des Astra diente die Studie Monza Concept als Vorbild. Typisch sind das Markenlogo in der Mitte der Chromgrillspange und die nach hinten hochgezogene Sichel in den Seiten. Die optisch unterbrochene C-Säule verleiht dem Dach einen schwebenden Charakter. An der Front geht die neu gestaltete, doppelte Grillspange optisch in die Matrix-Scheinwerfer über.

Der Innenraum wurde entrümpelt
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Ebenfalls komplett neu präsentiert sich der Innenraum. Zentrales Element ist ein großer Touchscreen zwischen den vorderen Sitzplätzen.

Angeblich nicht teurer als das aktuelle Modell
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Preise nennt Opel noch nicht. Wenn der neue Astra nach der Premiere auf der IAA auf den Markt kommt, wird er, wie aus Unternehmenskreisen zu erfahren war, nicht mehr kosten als das aktuelle Modell. Das gibt es mit einem 85 kW/115-PS-Benziner derzeit für 17.260 Euro.

Kompatibel für die „Generation Smartphone“
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Der Astra wird das erste neue Modell von Opel sein, das ab Marktstart über den persönlichen Online- und Service-Assistenten Onstar verfügt. Er bietet ein breites Angebot an Sicherheits- und Komfortdiensten. Falls beispielsweise bei einem Unfall der Airbag ausgelöst wird, stellt Opel Onstar sofort automatisch die Verbindung zu einem ausgebildeten Notfallassistenten her.

Außerdem verwandelt Onstar dem Astra in einen mobilen WLAN-Hotspot. Bis zu sieben Endgeräte vom Smartphone bis zum Tablet lassen sich an das System koppeln. Dazu feiert die nächste Generation des Intellilink-Infotainment-Systems. Sie holt die Welt der Smartphones mit Android Auto und Apple Car Play ins Auto.

Außerhalb von Ortschaften schaltet sich immer das Fernlicht an. Erkennt die Kamera entgegenkommende oder vorausfahrende Autos, werden einzelne LED gezielt deaktiviert und die betroffenen Fahrzeuge ausgeblendet. Der Rest der Straße und des Umfeldes bleiben erleuchtet. Opel Lichtingenieur Frank Langkabel vergleicht den „Lichtgewinn“ mit dem Sprung, den es von Halogen auf Xenonlicht gab. Langkabel weist zudem besonders auf den Sicherheitsgewinn hin.

Untersuchungen haben gezeigt, dass mit dem Matrixlicht Fahrer bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h Gegenstände am Fahrbahnrand 30 bis 40 Meter früher wahrnehmen als mit konventionellem Halogen- oder Xenon-Abblendlicht. Somit steigt die Chance, früher zu reagieren.

Das Lichtsystem bietet zudem für Autobahnfahrten einen speziellen Modus. Außerdem sind natürlich statisches Kurven-, Abbiege- und Parkfunktionslicht integriert. Auch das Fahren durch Kreisverkehre sowie über Bodenwellen soll keine Probleme bereiten. Die LED-Leuchten sollen zudem länger als ein Fahrzeugleben halten.

Auch innen ein Licht aufgegangen
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