Erste Ausfahrt im neuen BMW 730d
Auf Wolke Sieben

Luxus und Leichtbau, Sportlichkeit und Komfort. BMW will im neuen Siebener alles unter einen Hut bekommen und Maßstäbe im Automobilbau setzen. Auch in der Bedienung. Wie das so klappt, haben wir im 730d mal ausprobiert.
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Die Luft im automobilen Oberhaus ist dünn. Die Kunden zählen zu den loyalsten überhaupt – und sind sehr anspruchsvoll. Wer hier die Marke wechselt, muss gute Gründe haben – oder das Auto einen außergewöhnlichen Reiz. Der neue Siebener BMW wäre so ein Kandidat, attraktiv im Design und innovativ bis in die hinterste Ecke seiner Karosserie.

Mit der nun sechsten Generation wollen die Bayern nicht nur hinsichtlich Fahrdynamik und Reisekomfort den Ton angeben, sondern auch bei Fahrerassistenz und Verbrauch zeigen, was heute möglich ist. „Wir definieren den Luxus von morgen“, sagt Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich, „und wir möchten das Leben unser Kunden angenehmer gestalten.“

Dazu holten die Bayern weit aus. Der Siebener, intern G12, mit kurzem Radstand G11 genannt, ist eine komplette Neukonstruktion, hat mit seinem Vorgänger nur noch ein paar Schrauben gemeinsam. Erstmals überhaupt im Großserien-Automobilbau besteht die Karosserie einer Oberklasse-Limousine aus einem Verbund von Karbon, Stahl und Aluminium.

Vorteil: geringes Gewicht und eine sehr hohe Steifigkeit und damit gute Voraussetzungen für ein agiles Handling, einen guten Geräuschkomfort und einen niedrigen Verbrauch.

Letzteres zeigt der Einstiegs-Siebener 730d (Preis: ab 81.900 Euro) eindrucksvoll. Die in Deutschland und Europa meistgekaufte Motorisierung mobilisiert jetzt 195 kW/265 PS und satte 620 Newtonmeter Drehmoment. Schon auf den ersten Kilometer ist man angetan von der Souveränität des Sechszylinder-Reihenaggregats: Leise und kraftvoll im Antritt harmoniert es perfekt mit der Achtgangautomatik.

Geschmeidiger lässt sich ein Selbstzünder derzeit nicht bewegen. Den Verbrauch konnte BMW gegenüber dem Vorgänger um 20 Prozent, auf jetzt 4,5 l/100 km senken. Für eine knapp 1,8 Tonnen schwere Limousine ein respektables Ergebnis. Die Konkurrenz hat in Sachen Effizienz das Nachsehen. „Wir sind hier Benchmark im Segment“, sagt Projektleiter Walter Schindlbeck.

Ganz vorn dabei dürfte der neue Siebener auch beim Fahrkomfort sein. Die Mercedes S-Klasse legt hier zwar die Messlatte extrem hoch, doch davon haben sich die BMW-Entwickler nicht einschüchtern lassen. Serienmäßig arbeitet unter dem bayerischen Luxus-Liner eine Luftfederung in Kombination mit einer adaptiven Dämpferregelung. Straßenunebenheiten sind praktisch nicht mehr existent. Schweben auf Wolke Sieben. Gleichzeitig schafft der Siebener den Spagat zwischen Komfort und Sportlichkeit, lässt sich spielerisch leicht und präzise um die Ecken treiben. Dass es sich hier um den größten jemals gebauten BMW handelt, ist schnell vergessen.

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