Erste Ausfahrt im neuen Chevrolet Camaro: Comeback eines vorlauten Showstars

Erste Ausfahrt im neuen Chevrolet Camaro
Comeback eines vorlauten Showstars

In Usbekistan ist Chevrolet der marktdominierende Autohersteller, hierzulande kann die Marke keinen Blumentopf mehr gewinnen. Oder doch? Im Sommer kommt ihr zweitbestes Fahrzeug auch zu uns. Wir saßen schon drin.
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Chevrolet, bei deutschen V8-Fans vor allem noch wegen der Corvette berühmt, wagt eine Neuauflage ihres zweitbesten Fahrzeugs, des Camaro. Und das Beste: Ab Sommer wird es den Sportwagen als Coupé und Cabrio auch hierzulande geben. Es ist bereits die sechste Generation. Die Preise stehen noch nicht fest, dürften aber etwas über dem zuletzt mindestens 39.990 Euro teuren Vorgänger liegen.

Beim Design haben die Amerikaner genau die richtige Balance zwischen Zukunft und Vergangenheit gefunden: Obwohl bis auf das Logo am Heck jedes Teil neu ist, das Format ein wenig beschnitten wurde und das Auto deshalb viel gedrungener und drahtiger wirkt, erkennt man es auf Anhieb als Camaro. Und auch wenn er irgendwie aussieht wie immer, ist er deshalb kein bisschen retro oder gar einfallslos.

Willkommen in der Neuzeit

Während man außen deshalb fast schon zweimal hinschauen muss, um die Generationen zu unterscheiden, fährt man innen wie in einer neuen Welt. Die Amerikaner tragen dem Mythos mit moderner Ausstattung und viel Liebe zum Detail Rechnung. Die Lenkradheizung mag zwar überflüssig sein. Schließlich sollte dem Fahrer in einem Sportwagen auch so warm ums Herz werden.

Die Instrumente sind aber übersichtlich, der Bildschirm zeigt schärfere Grafiken als jeder Tablet-Computer. Die Sitze sind bequem für einen 1000-Meilen-Ritt und bieten Halt für 1000 Kurven. Die Klimaregelung ist fast so filigran wie im Audi TT.

Fast noch größer sind die Unterschiede unter dem Blech. Der neue Camaro teilt sich die Plattform jetzt mit dem Cadillac ATS, speckt knapp zwei Zentner ab, bekommt ein neues Fahrwerk. Erstmals wird er mit adaptiven Dämpfern angeboten, die sich bis zu 1000 Mal pro Sekunden der Fahrbahn anpassen. Außerdem lässt sich das gesamte Set-Up auf Knopfdruck dem Fahrstil und den Vorlieben des Fahrers anpassen.

Das wirkt: War der letzte Camaro vor allem ein vorlauter Showstar, der eher für Kavalierstarts konzipiert war als für die Kurvenhatz, macht die sechste Generation vor allem außerhalb der Stadt eine bessere Figur. Auch der neue Jahrgang hämmert mit jeder Menge Dampf davon. Wer die Launchcontrol aktiviert, kann dabei ordentlich Gummi von den breiten Hinterrädern hobeln. Die Radien des Camaro sind leichtfüßig, präzise und beherrschbar.

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Downsizing? Was ist das?

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