Erste Ausfahrt im Suzuki Baleno
Mehr Sein als Schein

Sieht man von den SUV einmal ab, so sind Kleinwagen für die Autohersteller momentan große Marktgewinner. Kein Wunder, dass Suzuki dabei ein Wörtchen mitreden will. Mit Kleinformatigem kennen die Japaner sich gut aus.
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Mit seinem neuen Modell namens Baleno will der für Klein- und Geländewagenhersteller Suzuki weitere Marktanteile erobern. 14 Zentimeter länger als der Swift, soll der in Indien gebaute Fünftürer allerdings erst im April nach Deutschland kommen. Deshalb ziert sich Suzuki auch noch ein bisschen bei den Preisen. Da der Swift für 11.190 Euro zu haben ist, sollten 12.500 Euro eine vernünftige Schätzung sein.

Dafür gibt es einen Kleinwagen, der vor allem auf die inneren Werte setzt. Denn auch wenn bei Suzuki sogar von einer neuen Design-Sprache die Rede ist, wirkt der Baleno im Guten wie im Schlechten ziemlich unauffällig. Außen ist er schick aber schnörkellos und innen eher funktional als farbenfroh: Die blaue Instrumentenbeleuchtung und die kunterbunte Grafik auf dem glänzenden Touchscreen in der Mittelkonsole müssen deshalb als Schmuck offenbar reichen.

Aber was dem Baleno an Pepp und Prestige fehlt, macht er mit Platz wett: Selten haben die Entwickler auf vier Meter Länge so viel Raum geschaffen wie bei diesem Fünftürer. Deshalb kann man nicht nur vorne sehr bequem sitzen, sondern auch der Fond ist selbst für Erwachsene zumutbar. Und mit 355 Litern Kofferraum fährt der Baleno auf Golf-Niveau und taugt sogar als Erstwagen oder Familienkutsche.

Dass der Baleno so geräumig ist, verdankt er vor allem einer neuen Plattform, mit der ein paar andere Vorteile einhergehen: Der Leichtbau zum Beispiel. Weil die Rohkarosserie weniger wiegt als bei jedem anderen Auto in dieser Klasse, bringt es der Suzuki am Ende auf ein Leergewicht von bestenfalls 865 Kilo.

Davon profitiert der Fahrer gleich dreifach:

1. Beim Beschleunigen:  Die Motoren haben mit dem Fliegengewicht leichtes Spiel.

2. In Kurven: Weniger Masse drängt nach außen. Deshalb geht der Baleno ziemlich behände ums Eck.

3. An der Tankstelle: Mit dem Gewicht sinkt auch der Verbrauch.

In der sparsamsten Konfiguration mit einem neuen Mild-Hybrid-System für die elektrische Unterstützung beim Anfahren und die Energierückgewinnung beim Bremsen kommt der Baleno deshalb auf einen Normwert von 4,0 Litern und einen CO2-Ausstoß von 93 g/km. Da müssen sich die Japaner über einen Diesel erst gar keine Gedanken machen.

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