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Erster Autihersteller im Silicon Valley: Tesla-Roadster: 220 km h mit Laptop-Akkus

Die Entstehungsgeschichte des Tesla-Roadsters, des schnellsten Elektroautos der Welt, ist kurios - und ein Lehrstück für Innovation made in USA.

Beim Mittagessen hält Martin Eberhard für einen Moment inne. Natürlich habe er Zweifel, gibt der Unternehmer zu, während er mit den Stäbchen nach den Sushi fischt. "Zweifel hat man immer. Auch Sorge, dass noch etwas schief geht. Wir sind schließlich nur ein kleines Unternehmen."

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Solche Demut ist selten im Silicon Valley, wo selbst Niederlagen oft "großartig" sind. Dabei hätte Eberhard allen Grund zum Prahlen. Denn sein Unternehmen Tesla Motors, der erste Autohersteller Kaliforniens, ist die Sensation im Silicon Valley. In nur zweieinhalb Jahren hat das junge Unternehmen einen Sportwagen mit Elektroantrieb zur Serienreife entwickelt. Und das mit dem winzigen Budget von 60 Millionen Dollar.

Und Eberhards Tesla-Roadster ist kein Spielzeugauto. Der von Experten des Sportwagenherstellers Lotus gestylte Zweisitzer sprintet in 4,2 Sekunden auf 100 Stundenkilometer - selbst der Supersportwagen Porsche Carrera GT ist nur ganze drei Zehntel Sekunden schneller. Für den beeindruckenden Vortrieb und eine Spitzengeschwindigkeit von 220 km/h sorgt ein 248 PS starker Elektromotor, der seine Energie aus sage und schreibe 6 831 wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Akkus bezieht, wie sie auch in vielen Laptop-Computern stecken. Mit einer Ladung des Batteriepakets kommt der Roadster bei zurückhaltender Fahrweise immerhin etwa 400 Kilometer weit.

"Das ist ideal für Kurztrips am Tag", meint der Konstrukteur. In der Nacht wird das Auto ans Stromnetz gehängt. Das Aufladen an der heimischen Steckdose über eine Mini-Elektrotankstelle, die in der Garage der Besitzer ans Stromnetz angeschlossen wird, dauert etwas mehr als drei Stunden und kostet beim derzeitigen Strompreis in Kalifornien etwa 2,50 Dollar. Da kommt kein konventionelles Auto mit.

So hatte Eberhard trotz eines Preises von 100 000 Dollar keinerlei Mühe, in den von explodierenden Benzinpreisen geschockten Staaten die Erstauflage seines Roadsters zu verkaufen: Vier Wochen nach der Präsentation des Prototypen waren die 100 Exemplare der sogenannten Sammler-Serie weg. Unter den Abnehmern sind die Investoren von Tesla und deren Freunde - der Internet-Adel des Silicon Valley.

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