EU-Regelung: Attraktive Margen

EU-Regelung
Sprit sparen mit neuen Reifen

Attraktive Margen

In der Branche stieß der Vorstoß allerdings auf geteiltes Echo: Ein geringerer Rollwiderstand und andere wichtige Eigenschaften eines Reifens wie sicherer Griff auch auf nasser Fahrbahn sind physikalisch nur schwer zu vereinbaren. Der politische Druck zwingt aber inzwischen alle Reifenproduzenten dazu, technische Lösungen zu finden. Der Aufwand für Forschung und Entwicklung ist enorm, beträgt teilweise fünf Prozent vom Umsatz.

Das Geschäft gilt dennoch als extrem profitabel, die Unternehmen profitieren vom Boom in der Automobilindustrie. Europas Marktführer Continental etwa verdiente allein mit dem PKW-Reifengeschäft voriges Jahr operativ gut eine Milliarde Euro (Ebit) – mehr als 17 Prozent des Umsatzes mit Pkw-Reifen.

Ein Problem für die Branche sind derzeit die hohen Preise für Kautschuk, dem wichtigsten Material für Reifen. Die Reifenhersteller reagieren darauf mit Preiserhöhungen – und suchen Innovationen, mit denen sie bei den Autoherstellern und im Ersatzgeschäft punkten können.

Der Markt für Reifen ist groß: Allein in Deutschland wurden im Jahr 2010 mehr als 52 Millionen Pkw-Reifen verkauft, dazu kamen gut drei Millionen Pneus für Nutzfahrzeuge. Weltweit führt Bridgestone aus Japan den Reifenmarkt an, gefolgt von Michelin aus Frankreich und Goodyear aus den USA. Continental rangiert auf Rang vier.


Mark C. Schneider
Mark C. Schneider
Handelsblatt / Redakteur
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