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EU-Regelung: Sprit sparen mit neuen Reifen

Mit der härtesten Regelung weltweit sollen der Reifenindustrie Wettbewerbsvorteile winken. Stufenweise soll der Markt umgestellt werden. Für die Hersteller steht dabei viel auf dem Spiel - denn die Asiaten greifen an.

Reifen mit einem Aufkleber der Continental AG liegen in einem Versandlager. Quelle: dpa
Reifen mit einem Aufkleber der Continental AG liegen in einem Versandlager. Quelle: dpa

München/HamburgIm Kampf gegen Treibhausgase rückt nach den Autoherstellern die Reifenindustrie in den Fokus. Ab dem 1. November 2012 greift in der Europäischen Union die Kennzeichnungspflicht für Autoreifen, drei Jahre später dürfen nur noch spritsparende Pneus in Europa verkauft werden. Reifenhersteller und Autoindustrie erhoffen sich von der schärfsten Verordnung der Welt Wettbewerbsvorteile. Die EU setzt damit global einen Maßstab für die gesamte Branche.

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Die Rechnung soll auch für den Verbraucher aufgehen – der zahlt allerdings zunächst einmal drauf. Denn im Schnitt kostet ein „rollwiderstandsoptimierter Reifen“ pro Stück 20 bis 50 Euro mehr.

Doch die Investition soll sich schnell rechnen. „Mit den neuen Reifen kann man im günstigsten Fall bis zu sieben Prozent Sprit einsparen“, sagt Professor Horst Wildemann von der TU München. „Das macht bei 30.000 Kilometern 1.000 Euro oder 700 Kilogramm weniger Kohlendioxid“, rechnet er vor. Wildemann hat die Auswirkungen der EU-Reifenverordnung im Auftrag des Chemiekonzerns Lanxess untersucht. Lanxess stellt synthetischen Kautschuk und Additive her. Beides sind wichtige Bestandteile für die neue Reifengeneration.

Sommer- und Winterreifen

Die EU will den Markt stufenweise umstellen: Ab 2012 muss jeder verkaufte Reifen – analog zu Hausgeräten – ein Label über seine Energieeffizienz tragen. Zwei weitere Skalen geben zudem Auskunft über die Bremswirkung und die Lärmentwicklung. Ab 2013 sollen dann alle Neuwagen ab Werk nur noch mit spritsparenden Reifen ausgeliefert werden.

Für das Geschäft mit Ersatzreifen hat der Handel noch bis 2014 eine Übergangsfrist. Wildemann geht jedoch davon aus, dass sich nach zwei Jahren schon die Hälfte der Verbraucher für die spritsparenden Reifen entscheiden werden. „Die Investition rechnet sich nach eineinhalb Jahren für den Privatkäufer“, sagt Wildemann.

So funktioniert es

  • Emissionsquelle

    Der Rollwiderstand von Autoreifen verbraucht 20 bis 30 Prozent der eingesetzten Energie bei einem Auto. Zudem sind die Abrollgeräusche die höchste Lärmquelle im Stadtverkehr. Der Reifenabrieb ist für einen Teil des Feinstaubs in der Luft verantwortlich.

  • Spritsparreifen

    Neue Gummimischungen senken den Spritverbrauch. Gleichzeitig darf die Bremskraft der Reifen nicht sinken und das Abrollgeräusch nicht steigen. Im Ergebnis wird die Herstellung teurer, die Reifenpreise steigen.

  • 06.03.2012, 20:45 UhrAnonymer Benutzer: ducausderrhoen

    Entscheident ist der Rollwiderstand beim Reifen , dieser beeinträchtigt massgeblich den Verbrauch. Hier sollte sich jeder überlegen wie viel KM fahre ich und was kostet der reifen mich und wie ist der Unterschied zu einem schlechten Rollwiderstand . Alles hat Vorteile und auch Nachteile dies muss man abwägen je nach gelbeutel. Kaufen aber alle Rollwiderstand geminderte Reifen macht das Volkswirtschaftlich und auch aus der Öko - sicht Sinn.
    Ein Prmiumpprodukt hat nunmal mehr Vorteile .

  • 12.10.2011, 12:41 UhrAnonymer Benutzer: Ich_spar_mich_reich

    Vielleicht ist der Plan aber auch der, dass man die Reifen so teuer macht, damit man kein Geld mehr hat um sein Auto vollzutanken. Dann habe ich zwar Reifen, aber spare Sprit, weil ich mein Auto dann unter der Straßenlaterne stehenlassen muss. Oder aber ich tanke es voll und habe dafür keine Reifen auf den Felgen. Wie auch immer. Dadurch wird der CO2-Ausstoß enorm gesenkt. Dann gehen aber die Einnahmen aus der Mineralölsteuer zurück. Verflixt. Wie man es auch dreht. Man kann den Auto-Fahrer zwar mehrfach ausnehmen, aber irgendwann ist nichts mehr rauszuholen.

  • 12.10.2011, 10:59 UhrAnonymer Benutzer: Willi

    Ich denke mal, er hat die künftigen Spritpreiserhöhungen mit eingerechnet. Profs können sowas ;-)
    Allerdings müßte er dann auch die Kosten für zusätzliche Schäden aufgrund der (häufig anzutreffenden)schlechteren Prdukteigenschaften berücksichtigen

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