Fahrassistenten: Sparsame Kommunen behindern Spurhalteassistenten

Fahrassistenten
Sparsame Kommunen behindern Spurhalteassistenten

Spurhalteassistenten in Autos funktionieren nur auf Straßen mit Fahrbahnmarkierungen. Auf vielen Kreis- und Landstraßen ohne aufgemalte Mittel- und Randstreifen können sich Autofahrer nicht auf diese Systeme verlassen.
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MünchenAssistenten zur Spurhaltung, die inzwischen für viele Pkw-Modelle ab der unteren Mittelklasse aufwärts für rund 500 Euro verfügbar seien, benötigen die Fahrbahnmarkierungen zur Orientierung, erklärt Hubert Paulus von der Unfallforschung des ADAC. Fehlten etwa die Seitenstreifenmarkierungen oder seien diese verblasst, blieben die bei Spurverlassenswarnern üblichen Vibrationswarnungen im Lenkrad oder Gegenlenkimpulse aus, wenn ein Fahrer mit seinem Wagen vom Weg abzukommen droht.

Aus Kostengründen verzichten Kommunen auf Kreis- und Landstraßen häufig auf das Auftragen von Straßenmarkierungen oder deren Ausbesserung, kritisiert der Experte. Bei Straßen, die weniger als fünf Meter breit sind oder eine schlechte Randbefestigung haben, dürften die Markierungen laut einer Richtlinie fehlen. Aber gerade auf schmalen Straßen sind die Markierungen nach Ansicht des Automobilclubs wichtig, um Unfälle zu vermeiden - und das nicht allein mit Blick auf die Funktion von Spurhalteassistenten.

«Auf einer schmalen Fahrbahn ohne deutlich erkennbare Seitenstreifenmarkierung orientieren sich Autofahrer automatisch mehr zur Straßenmitte hin, um nicht auf den Grünstreifen zu geraten», erklärt Paulus. Das Risiko, mit dem Gegenverkehr zusammenzustoßen, sei allein schon deshalb höher als auf bereiteren Straßen oder Straßen mit Randmarkierung. «Bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h haben die Fahrzeuginsassen in solch einer Unfallsituation so gut wie keine Überlebenschancen», sagt Paulus.

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