Fahrbericht Audi Q5
Mit dem Zweiten fährt man besser

Mit 1,6 Millionen Autos in acht Jahren war der erste Audi Q5 der Shootingstar unter den SUV. Für den Nachfolger eine gute Basis und eine schwere Bürde zugleich. Wie gut er damit fertig wird, zeigt unser Fahrbericht.
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Rupert Stadler macht gute Miene zum bösen Spiel. Schließlich hat sich der Audi-Chef in den letzten Tagen schon oft genug vorwerfen lassen müssen, dass der neue Q5 wie der alte aussehe. Und wenn man sich nur das Design anschaut, dann ist diese Kritik mehr als berechtigt. Denn die auf quer gedrehten Stäbe im ewigen Singleframe-Kühler, die scharfe Sicke an der Seite und das neue Innenleben der Rückleuchten hätte man früher mal Facelift genannt.

Doch der oberste Audi-Mann kann mit der Kritik gut leben. Denn er weiß 1,6 Millionen Kunden hinter sich. So viele haben den Q5 seit seiner Premiere im Jahr 2008 gekauft und ihn damit nicht nur zu einem der erfolgreichste Audi-Modelle, sondern auch zu Bestseller im direkten Wettbewerbsumfeld gemacht. BMW X3 und Mercedes GLC jedenfalls können da nicht mithalten.

„Das ist eine Basis, auf der man gut aufbauen kann,“ sagt der Chef. Und es ist eine Basis, die man nicht verprellen darf. Nicht verändern, sondern nur verbessern, lautet deshalb die Devise für den sanften Generationswechsel.

Doch so wenig neu der Q5 von außen aussieht, fühlt man sich drinnen dafür umso mehr in einer neuen Welt. Das liegt zum einen am neuen Armaturenbrett, das genau wie bei A4 und A5 mit dem komplett animierten Virtual Cockpit, einem großen, freistehenden Navi-Monitor, dem Touchpad auf dem Mitteltunnel und einer Materialauswahl glänzt, die man bei der Konkurrenz nicht mal in der Klasse darüber bekommt. Und es liegt an einer spürbaren Komfort-Offensive: Zum ersten Mal ist der Q5 auch mit einer Luftfederung erhältlich.

Die kostet zwar knapp 2000 Euro Aufpreis, macht ihn aber zu einem echten Kuschel-SUV, das geschmeidig und ausgewogen über die Fahrbahn schwebt, ohne dabei wolkenweich und abgehoben zu wirken. Zusammen mit einer deutlich besseren Isolierung gegen Motoren- und Windgeräusche wirkt der Wagen deshalb viel ruhiger und reifer und wird mehr denn je zu einem kultivierten Kilometerfresser, mit dem auch lange Fahrten zu kurzen Hüpfern werden.

Den Platzgewinn, den Audi bei dieser Komfortoffensive für den Q5 reklamiert, spürt man kaum. Wie auch, wenn das Auto in jeder Dimension nur einen Hauch größer wird? Da kommen nur bei Kopf- und Kniefreiheit eben nur ein paar Millimeter zusammen und der Kofferraum wächst um gerade einmal zehn auf 550 bis 1550 Liter. Spielereien wie die verschiebbare Rückbank hätte man sich da getrost sparen können.

Kommentare zu " Fahrbericht Audi Q5: Mit dem Zweiten fährt man besser"

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  • Wer braucht denn " Online-Dating-Portale " wenn es Muckibuden zum Eisen biegen für uns Männer und für die Ladys den Knack-Po zum trainieren gibt ?

    Wenn ich Lust habe auf Spielbank, dann mache ich das ja auch nicht Online am PC. Sondern ziehe mir einen eleganten Smoking an, fahre nach Wiesbaden und verbinde das Ganze mit einem Besuch im Gourmetrestaurant Ente und einer Übernachtung im Nassauer Hof

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