Fahrbericht: Der neue Alfa Spider
Latin Lover für sonnige Tage

Eine dunkle Sonnenbrille und etwas Gel in den Haaren müssen schon sein, wenn man sich hinter das Steuer des Alfa Spiders setzt.

vl MÜNCHEN. Denn eines ist sicher: Mehr Macho als die neueste Version der italienischen Sportwagenikone hat bisher noch keiner seiner fünf Vorgänger verkörpert. Auf Basis des Coupés Brera schneiderten die Designer des Centro Stile Alfa Romeo in Zusammenarbeit mit Pininfarina eine Karosserie, die in jeder einzelnen Linie nur so vor Testosteron strotzt.

Passend zum optischen Auftritt des offenen Zweisitzers: die Motoren. Die Basis bildet ein Vierzylinder mit 2,2 Litern Hubraum und 136 kW/185 PS. Noch potenter ist der 3,2 Liter V6- Zylinder mit 191 kW/240 PS. Interessante Alternative zu den beiden Benzin-Triebwerken und Neuheit im Roadster-Segment: ein 2,4 Liter-Turbo-Diesel mit 147 kW/200 PS. Der Antrieb erfolgt bei ihm wie beim Vierzylinder-Otto über die Vorderräder. Der V6 hat serienmäßig Allradantrieb.

Kerniger Sound

Absolut gesehen reichen die Fahrleistungen des kleinen Benziners völlig aus, zumal er auch mit kernigem Sound zu begeistern weiß. Der Sechszylinder klingt naturgemäß etwas voller, verbraucht mit 11,5 l/100 km (kombiniert, lt. Angabe des Herstellers) aber auch 2,1 Liter mehr. Das beste Spaß-Kosten-Verhältnis bietet freilich der Diesel. Sein Verbrauch: 6,8 l/100 km. Beeindruckend ist die Art und Weise mit welcher Vehemenz der Selbstzünder aus dem Drehzahlkeller davon stürmt.

Mit fast 4,40 Meter Länge und 1,83 Meter Breite lässt der Neue die Filigranität und Leichtigkeit vermissen, die den Urtyp von 1966, dem Duetto, auszeichnen. Das hat aber auch Vorteile. Im Innenraum herrscht keine sportliche Enge sondern fast limousinenhafter Sitzkomfort. Großgewachsene Fahrer dürften sich allerdings an der etwas eingeschränkten Kopffreiheit bei geschlossenem Verdeck stören. Vom Größenwachstum – im Vergleich zum Vorgänger 94 Millimeter mehr Länge und 54 Millimeter mehr Breite – hat auch das Kofferraumvolumen profitiert. 253 Liter sind zwar immer noch nicht üppig, dafür gibt es aber wieder hinter den Sitzen Ablageflächen mit praktischen, abschließbaren Fächern.

Mehr Größe bedeutet leider auch mehr Gewicht. Mindestens 1605 Kilogramm stemmt der Alfa Spider mit dem kleinen Benzin-Motor auf die Waage. Ist der V6 unter der Haube, sind es sogar 1765 Kilogramm. Das hohe Gewicht ist ein Tribut an die umfangreiche Komfort- und Sicherheitsausstattung des Alfas. Das serienmäßige, vollautomatische Stoffverdeck öffnet und schließt schnell und einfach. Für die Sicherheit sorgen Überrollbügel hinter den Sitzen sowie Front- und Seiten-/Kopfairbags plus Knieairbags auf der Fahrerseite.

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