Fahrbericht Fiat Panda Cross Stadt, Land und Fluss

Ein Kleinstwagen, der auch Gelände kann. Das ist noch immer eine exotische Kombination. Fiat hat mit dem Panda 4x4 nun wieder ein solches Vehikel im Programm. Wir haben den kleinen Italiener mal auf Schotter bewegt.
  • Patrick Broich
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  • Spotpress
Schlechtes Wetter macht dem Cross so wenig aus wie schlechte Wege Quelle: Fiat

Schlechtes Wetter macht dem Cross so wenig aus wie schlechte Wege

Zugegeben, für 19.890 Euro bekommt man eine ausgewachsene Kompaktklasse, mit der vier Personen kommod in den Urlaub reisen können. Exakt so viel nämlich kostet die 59 kW/80 PS starke Dieselversion des neuen Fiat Panda Cross, der ab sofort beim Fiat-Händler anzutreffen ist. Das Platzangebot geht zwar in Ordnung – vor allem vorn sitzt man freizügig – doch es handelt sich um einen Kleinstwagen, der im Fond Kompromisse erfordert, das sei angemerkt.

Die Praxistauglichkeit des Panda Cross liegt keineswegs im verschwenderischen Raum, den hat er natürlich nicht. Nein, sie kommt erst richtig zur Geltung, wenn man zunächst steile Hänge hinab oder hinauf muss, um von der Haustüre beispielsweise in den Supermarkt oder zum Sport zu gelangen. Sind die Wege dann auch noch verschneit, gewinnt der Cross-Fahrer schnell Oberwasser gegenüber dem potenziell steckenbleibenden Kompaktklasse-Besitzer.

Doch auch Stadtbewohner könnten Gefallen am Panda Cross finden. Der kommt mit den silbernen Unterfahrschutz-Elementen nämlich ganz schön stylisch daher; außerdem misst er nur 3,71 Längenmeter, da ist der Parkplatz inmitten des Großstadt-Dschungels schnell gefunden.

Der Fiat Panda 4x4 im Detail
19.890 Euro kostet der kleine Geländewagen
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19.890 Euro kostet der kleine Geländewagen

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Der Panda 4x4 ist mit einem permanenten Allradantrieb ausgestattet, der von einer elektronischen Steuerung geregelt wird, Fahrzeugsignale entsprechend der Straßenhaftung auswertet und die Antriebskraft gleichmäßig proportional auf die Vorder- und Hinterachse verteilt. Das System ist mit einem Getriebe mit zwei Differentialen und einer elektronisch gesteuerten Kupplung ausgerüstet.

Auf kniffeligem Boden darf sich der Diesel-Fahrer über sattes Drehmoment freuen
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Auf kniffeligem Boden darf sich der Diesel-Fahrer über sattes Drehmoment freuen

Fahrbericht: Fiat Panda Cross - Stadt, Land und Fluss
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Der Panda 4x4 verfügt serienmäßig über eine Fahrdynamikregelung (Electronic Stability Control) mit elektronischem Sperrdifferenzial (Electronic Locking Differential). Dieses System bietet weitere Unterstützung während der Fahrt und beim Anfahren auf rutschigem Untergrund (Schnee, Eis, Matsch, etc.).

Das Sperrdifferenzial arbeitet mit Bremseingriff auf die Räder, welche die Haftung verlieren oder mehr als die anderen rutschen. So wird die Antriebskraft auf diejenigen Räder übertragen, die höhere Gripwerte aufweisen.

Diese Funktion kann über einen Schalter hinter dem Ganghebel manuell aktiviert werden und ist bei Geschwindigkeiten unter 50 km/h wirksam.

Am Heck gibt es einen Unterfahrschutz
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Am Heck gibt es einen Unterfahrschutz

Das Cockpit ist gefällig gestaltet
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Das Cockpit ist gefällig gestaltet

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Im Innenraum ist für die 4x4-Version der Rahmen, der die Instrumententafel und das große Aufbewahrungsfach einfasst, ist in einer farblich neuen, grünen Variante verfügbar.

Zudem gibt es Sitzbezüge in speziellem Dessin und in drei Farbstellungen (grün, beige, orange) mit Details in Öko-Leder.

Auch die Türverkleidungen vorne und hinten weisen Einsätze aus dem Öko-Leder auf. Zudem findet sich über dem Mitteltunnel eine hohe Konsole, durch die ein weiteres Aufbewahrungsfach entsteht.

Doch eigentlich ist der 4x4 viel zu schade für tristen Asphalt. Hindernisfreie, ebene Straßen unterfordern ihn hoffnungslos. Also sind wir ins Salzburger Land gereist und haben den Floh steile Schotterpisten hochgejagt, um bei einer Alm Station zu machen. Schnee gab es an diesem milden Oktober-Tag zwar nicht, aber Geröll und Matsch verlangen dem Traktionskünstler schon einiges ab. Hier würden selbst trainierte Mountainbiker ganz schön aus der Puste kommen, doch der spezielle Panda schafft bis zu 70 Prozent Anstieg – so wild ist unsere Teststrecke dann auch wieder nicht.

Doch besser, man schaltet die „Terrain Control“ in den Offroad-Modus. Jetzt werden einseitig durchdrehende Räder per gezielten Bremseingriffen in Schach gehalten, um mehr Moment an die Stellen mit Grip zu pumpen. Man muss auf den unbefestigten Wegen nur mal anhalten, um Gegenverkehr durchzulassen, dann könnte man mit nur einer angetriebenen Achse bereits in die Bredouille geraten.

Wenig Kraft, viel Kunststoff
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