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Fahrbericht Golf Plus TDI: Der diskrete Charme der Spätlese

Vor allem diejenigen, die an ihre Enkel denken, zählen heute zur typischen Zielgruppe des Golf Plus. Gerade, wenn Sie die neue A- und B-Klasse nicht mögen. Sie haben zurzeit die Wahl zwischen zwei Modellgenerationen.

von Peter Schwerdtmann
Mit seinem Wendekreis von 10,8 Metern zählt der Golf Plus zu den wendigen, mit seiner höheren Sitzposition zu den Kompakten mit guter Übersicht Quelle: PR
Mit seinem Wendekreis von 10,8 Metern zählt der Golf Plus zu den wendigen, mit seiner höheren Sitzposition zu den Kompakten mit guter Übersicht Quelle: PR

Fast immer steht die Familie dahinter, wenn bei der Wahl des nächsten Autos die Vernunft die Überhand gewinnt – einerlei ob sich ein Kind oder ein Enkelkind ankündigt. Die Hersteller erleichtern einem die Entscheidung nicht gerade mit immer neuen Nischenmodellen. Selbst, wer schon eine Fahrzeugklasse ausgewählt hat, ist noch nicht viel weiter; denn die Hersteller überschütten die Interessenten mit Varianten. Wir haben uns aus der Reihe der Golf-Derivate einmal den Golf Plus genau angesehen.

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Der Plus ist nur einer aus der Golf VII-Baureihe. Neben dem Basismodell Golf gehören dazu auch noch der Touran, der Tiguan und der Cross Golf sowie der GTI, der GTD und die Cabrios. In der Generation VII stellt der aktuelle Golf Plus allerdings noch ein paar Monate eine Ausnahme dar. Denn er zählt noch zur Generation VI, was kein Nachteil sein muss, weil er noch auf der aufwändigeren Hinterachse rollt und im Falle der Bluemotion-Technology-Variante auch schon ausgefuchste Spritspartechniken bietet. 

Autos der Kompaktklasse

Wir fuhren jetzt einen Volkswagen Golf Blue Motion Technology 1.6 TDI mit dem Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) in der Einsteiger-Ausstattung Trendline mit dem 77 kW / 105 PS-Diesel. Den konnten wir auch bei schnellen Autobahntouren nur selten zu einem höheren Durchschnittsverbrauch als fünf Liter bewegen. Der von VW angegebene Wert von 4,4 Liter passt also bei diesem Golf auch zur Praxis.

Mit diesem Energieeinsatz passt der Golf Plus auch in flotten Innenstadtverkehr und als Reisewagen mit Geschwindigkeit von rund 160 km/h auf die Autobahn. Er beschleunigt in zwölf Sekunden von null auf 100 km/h und erreicht deutlich mehr als 180 km/h.

Mit seinem Wendekreis von 10,8 Metern zählt er zu den wendigen, mit seiner höheren Sitzposition zu denen, mit guter Übersicht. Wichtiger als die gute Sicht ist vielen Plus-Freunden allerdings das leichte Einsteigen in den 1,62 Meter hohen Golf.

Als Plus wirkt die Golf-Karosse kräftig aufgeblasen. Quelle: PR
Als Plus wirkt die Golf-Karosse kräftig aufgeblasen. Quelle: PR


Innen erwartet sie eine Golf-Umgebung, entnommen der Tiguan-Generation VI. Alles ordentlich und übersichtlich nach Art des Hauses gestaltet, alles gut erreichbar und gänzlich ohne Überraschungen zu bedienen. Lenkung, Federung, DSG-Getriebe – alles ohne Fehl und Tadel. Es liegt nicht nur an den guten Sitzen und der Kopffreiheit, wenn man sich hier am Steuer ganz als Herr der Situation fühlt.

  • 24.07.2013, 21:34 UhrKaurikampf

    VW macht das richtig! Mit ein paar kleinen Veränderungen kommt ein ganz anderes Fahrzeug heraus. So wollen es ältere Leute. Und die haben das Geld. Für Vergleichbares muss Mercedes ein völlig anders Auto bauen, dass mit der aktuellen A-Klasse wenig gemeinsame Teile hat. Das ist dann richtig teuer! Und genau genommen: Die B-Klasse von Mersedes ist das typ. Renter -Auto. Der Golf Plus ist eben ein Golf! Er wird von Rentnern gefahren hat aber nicht dieses Image der Vorstufe zur Geriatrie! Betriebswirtschaftlich kommen die Skalenvorteile von VW dazu. Dieser modulare Querbaukasten lässt VW alle Möglichkeiten der Variation. Da hingt Mercedes Jahre hinterher. Der Stern ist nach den diversen Qulitätsmängeln nicht mehr richtig Premium!

  • 24.07.2013, 15:48 UhrRealo

    Offensichtlich hat VW die Lager voll von unverkäuflichen Golf Plus der 6er Generation, wie sonst ließe sich so ein Bericht erklären?

    Mal ganz davon abgesehen, würde mich wirklich mal im Sinne der von Journalisten so hoch gehaltenen Transparenz interessieren, was ein Verlag für so eine Produktvorstellung erhält. Wo beginnt Werbung, wo endet der journalistische Beitrag? Wie neutral sind solche Artikel?

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