Fahrbericht Hyundai i10
Der Kleine wird erwachsen

Hyundai strotzt angesichts seiner Markterfolge derzeit vor Selbstbewusstsein. Jetzt bringen die Koreaner eine neue Generation ihres Kleinstwagens i10. An ihm wird deutlich, warum die Kunden zu der Marke überlaufen.
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Kleinwagen sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren: Kleine Fahrzeuge, die einzig und allein der Fortbewegung dienten und bei denen Komfort oder sogar Luxus keine oder höchstens eine Nebenrolle spielten. Heute bieten selbst die kleinsten Modelle Ausstattungsdetails, die man vor nicht allzu langer Zeit nur in der Mittelklasse vorfand.

Jüngster Vertreter dieser Gattung ist der neue Hyundai i10, der mit eine Länge von 3,67 Metern exakt 13 Zentimeter größer als ein VW Up ausfällt. Attraktiv erscheint mit 9.950 Euro der Grundpreis, den Hyundai gegenüber dem Vorgänger sogar um 440 Euro gesenkt hat.

Der neue i10 verkörpert das Selbstbewusstsein des weltweit fünftgrößten Automobilherstellers. Der Kleinwagen wurde von Grund auf im Rüsselsheimer Entwicklungszentrum der Koreaner entwickelt und dort auch vom ehemaligen BMW-Designer Thomas Bürkle genzeichnet. Er gehört nun zu den markanten Vertretern seiner Klasse und übernimmt dabei den Stil der anderen Hyundai-Modelle. Dazu gehören  die kurzen Karosserieüberhänge sowie der markentypische Kühlergrill.

Im Innenraum dominieren zwar einfache Kunststoffe, die allerdings so geschickt verarbeitet wurden, dass sie hochwertiger wirken als sie es tatsächlich sind. Die zweifarbig gestaltete Armaturentafel mit den ergonomisch sauber angeordneten Bedienelementen und Instrumenten macht sogar einen durchaus edlen Eindruck und vermittelt eine gediegene Atmosphäre.

Überhaupt verzichtet der kleine Hyundai auf sichtbare Metallflächen oder Befestigungselemente im Innenraum. Fahrer und Passagiere sitzen auf angenehm geformten Sitzen, und dank des auf 2,38 Meter gewachsenen Radstands finden vier Erwachsene komfortable Platzverhältnisse vor. Der Gepäckraum mit einer allerdings hohen Ladekante fasst 252 bis 1.046 Liter. Damit liegt der i10 an der Spitze seines Segments.

Der Komforteindruck wird auch nach dem Start nicht nachhaltig geschmälert. Dann beginnt entweder ein 1,0-Liter-Dreizylinder (48 kW/67 PS) mit einer für diese Zylinderzahl typisch rauen, aber nicht unangenehmen Geräuschkulisse seine Arbeit, oder ein 1,2-Liter-Vierzylinder (64 kW/87 PS) sorgt etwas dezenter für Vortrieb. Dank großzügiger Dämmmaßnahmen sind beide Motoren ausreichend leise.

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Kommentare zu " Fahrbericht Hyundai i10: Der Kleine wird erwachsen"

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  • Ich saß auf der IAA in diesem Fahrzeug. Das freundliche Messefäulein hat uns ca. 5 Minuten alle Extras aufgezählt. Ich Bundes Fahrzeug zwar nicht gefahren, aber ich wüsste nicht was gegen die Anschaffung eines solchen Fahrzeugs spricht. Die Verarbeitung ist, wie im Text erwähnt, einwandfrei für dieses Fahrzeugsegment. Die Extras sind wirklich teilweise nur im kompaktsegment (Golf, Leon, Ceed) zu finden.
    Man bekommt zusätzlich 5 Jahre Garantie.

    Das Fahrzeug ist keinesfalls zu teuer!!! Ein besseres Preis-/Leistungsverhältnis wird man kaum finden.

  • Ein von Fakten und aufwändig recherchierten Hintergründen nur so strotzender Beitrag. Vielen Dank dafür!

  • Das Auto ist zu teuer!

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