Fahrbericht neuer BMW X6 Der sticht ins Auge

Man kann mit dem schweren BMW X6 über die Buckelpiste kraxeln. Aber gedacht ist die Kreuzung aus Coupé und Geländewagen für den Boulevard. Eine Ausfahrt in der zweiten Generation mit Glanz und Gloria.
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BMW hat die zweite Generation des X6 an den Start gebracht. Quelle: PR
Neuauflage eines Shooting-Stars

BMW hat die zweite Generation des X6 an den Start gebracht.

(Foto: PR)

BerlinEr war der erste seiner Art und entsprechend erfolgreich. Während Audi, Mercedes und Porsche noch immer keine Kreuzung aus Geländewagen und Coupé im Rennen haben, feiert BMW den X6 als Shooting Star. Der hat mit fast 260 000 Zulassungen auch intern alle Erwartungen übertroffen. Noch bevor die Konkurrenz nachzieht, bringen die Bayern die zweite Generation: Für 65 650 Euro steht die Neuauflage des Grenzgängers im Handel.

Technisch ist der X6 - wie schon bei der ersten Auflage - weitgehend identisch mit dem vergleichsweise praktischen und braven X5. Doch für einen Aufpreis von knapp 6000 Euro gibt es ein Auto, das einen sehr viel ausgeprägteren Charakter hat: Das Design mit der riesigen Niere, dem üppigen Chromschmuck, der sehnigen Silhouette, dem muskulösen Flanken und dem knackigen Heck ist ebenso protzig wie provozierend.

Das sind die Autos, die Diebe lieben
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Auf der Rangliste der bei Autodieben beliebtesten Marken hat Audi den bayerischen Autobauer BMW überholt. Nach der Kfz-Diebstahlstatistik 2013, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) heute veröffentlichte, stieg die Zahl gestohlener Audis im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent auf insgesamt 2.841 Fahrzeuge.

Die Diebstahlrate von Audi kletterte damit von 1,0 auf 1,2 pro 1.000 kaskoversicherter Pkw. Besonders von Diebstählen betroffen waren Besitzer der Sport-Limousinen S4, S3 und S6.

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Eine höhere Diebstahlrate als Audi erreichte 2013 nur noch Land Rover: 192 gestohlene SUVs dieser Marke ergaben eine Diebstahlrate von 3,1. Was aber eher an Range Rover liegt, als an Land Rover oder Jaguar ...

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Hinter Land Rover und Audi auf Platz 3 liegt BMW: Mit 2.748 Autos wurden rund vier Prozent weniger Fahrzeuge dieses Herstellers gestohlen als im Vorjahr, die Diebstahlhäufigkeit sank von 1,1 auf 1,0 pro 1.000 kaskoversicherter BMW.

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Am häufigsten gestohlen wurden aber - wie in den beiden Vorjahren - wieder die BMW-Modelle X6 und X5. Ganz oben auf der Liste der Lieblinge der Autodiebe: Der X6 Xdrive 4.0 D, mit einer Diebstahlrate von 21,9 Autos je 1.000 kaskoversicherter PKW. Für die Versicherung bedeutete dies jeweils ein Schadenaufwand von 47.404 Euro.

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Platz 2: Lexus RX350

Diebstahlrate je 1.000 kaskoversicherter PKW: 15,2

Durchschnittl. Schadenaufwand: 49.006 Euro

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Platz 3: BMW X5 / X6 3.0 SD

Diebstahlrate je 1.000 kaskoversicherter PKW: 14,9

Durchschnittl. Schadenaufwand: 39.093 Euro

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Platz 4: BMW M3 Coupé

Diebstahlrate je 1.000 kaskoversicherter PKW: 13,1

Durchschnittl. Schadenaufwand: 37.101 Euro

Das Innenleben mit jeder Menge Lack und Leder ist vornehmer und verführerischer als bei mancher Luxuslimousine. Und das Heft mit der Serien- und Optionsausstattung ist dick wie das Telefonbuch einer Kleinstadt: Vom Head-Up-Display über das digitale Kombiinstrument bis hin zum Abstandstempomat mit automatischer Spurführung im Stau gibt es bei BMW aktuell kein Extra, das der X6 nicht zu bieten hätte. Allerdings lässt sich der ohnehin schon stolze Preis so locker ins Sechsstellige treiben.

Er bietet Fahrern alle Möglichkeiten. Sie können mit ihm flanieren, kraxeln und einen Dauerlauf bestehen. Das klingt nach Spaß. Quelle: PR
Der X6 ist ein Crossover - also, eine Kreuzung aus Coupé und Geländewagen.

Er bietet Fahrern alle Möglichkeiten. Sie können mit ihm flanieren, kraxeln und einen Dauerlauf bestehen. Das klingt nach Spaß.

(Foto: PR)

Der X6 sieht aber nicht nur anders aus als der X5. Er fühlt sich auch anders an. Obwohl man noch immer über den Dingen steht, sitzt man ein wenig tiefer und fühlt sich der Straße enger verbunden. Dazu gibt es ein strammeres Setup für das technisch identische Fahrwerk und jede Menge Extras, die den Fahrspaß steigern sollen. Das reicht von der Aktivlenkung mit einem variablen Übersetzungsverhältnis über das Sperrdifferential an der Hinterachse bis hin zur Dynamic Performance Control, die das Drehmoment am kurvenäußeren Rad erhöht.

Genießer werden auch vom Innenraum des X6 überzeugt sein. Quelle: PR
Vornehm und bequem

Genießer werden auch vom Innenraum des X6 überzeugt sein.

(Foto: PR)

Zwar kann man mit dem X6 damit auch ganz gelassen flanieren oder im Dauerlauf über die Autobahn rollen. Doch wer es darauf anlegt, der erlebt den zwei Tonnen schweren Brocken aus Bayern als ein SUV, bei dem die Betonung eher auf Sport als auf Utility liegt. Es gibt nicht viele Geländewagen dieser Größe, die sich so schnell und scharf durch die Kurven treiben lassen und sich dabei trotz ihres riesigen Formats so leicht und handlich anfühlen.

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