Fahrbericht: Peugeot 3008

Es ist nie zu spät für ein SUV

Seinen ehemals Van-artigen 3008 lässt Peugeot zum coolen SUV mutieren. Entwickelt wurde das neue Modell zusammen mit dem Opel Meriva. Aber der Franzose soll ein besonderes Fahrerlebnis bieten.
  • Michael Specht
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  • Spotpress
Besonders stolz ist Peugeot auf das iCockpit im Stil von Audis virtuellen Instrumenten Quelle: Peugeot
Blick in den 3008

Besonders stolz ist Peugeot auf das iCockpit im Stil von Audis virtuellen Instrumenten

Lange hat’s ja gedauert, bis Peugeot in Sachen SUV die Kurve gekriegt hat. An das boomende Segment dieser Fahrzeugkategorie wollte in Frankreich anfangs keiner so recht glauben, man setzte lieber auf Vans. Und der erste Versuch gemeinsam mit Mitsubishi wurde nach eher mäßigem Erfolg beendet. Jetzt also kommt der 3008, eigentlich ein bekanntes Modell – ein Van. Die Franzosen machen in der neuen Generation kurzerhand ein SUV aus ihm und bringen es ab Ende Oktober zu Preisen ab 22.900 Euro nach Deutschland.

Was insofern ein wenig pikant ist, als dass der 3008 gemeinsam mit Opel entwickelt wurde. Bei den Rüsselsheimern wird das allerdings in Sachen Design und Innenraum komplett anders aussehende Schwestermodell auf den guten alten Namen Meriva hören, der kommt aber erst im nächsten Jahr auf den Markt.

Apropos Innenraum: Der ist bei Peugeot eigentlich schon ein Unikum. Peugeot-Fahrer kennen das bereits aus 208, 2008 und 308, Neulinge sind überrascht. Denn die Armaturen liegen nicht hinter dem Lenkrad, man schaut also nicht durch die obere Hälfte hindurch, die Anzeigen sind vielmehr oberhalb platziert. Hierzu war es notwendig, das Lenkrad so klein und so tief wie möglich zu positionieren.

Die GT-Variante (links) tritt besonders sportlich auf Quelle: Peugeot
Peugeot 3008

Die GT-Variante (links) tritt besonders sportlich auf

Man hat sich aber schnell daran gewöhnt. Es vermittelt sogar ein sportliches Gefühl. Die Anzeigen selbst sind bestens abzulesen. Peugeot ergänzt das Cockpit zudem um einen weiteren Bildschirm (8-Zoll-Touchscreen) in Armaturenbrettmitte. Cool wirken auch die sechs Kippschalter darunter. Mit ihnen lassen sich Radio, Klimaanlage, Navigation, Fahrzeugeinstellungen, Telefon und mobile Apps direkt anwählen.

Auch sonst hat Peugeot sich viel Mühe gegeben, den Innenraum des 3008 als kleine Wellness-Lounge zu gestalten. Zum Einsatz kommen neben Leder und Textilien  Oberflächen aus satiniertem Chrom oder im Carbon-Look. Alles wirkt sauber verarbeitet und wertig.

Und nicht zuletzt soll das sogenannte i-Cockpit die sinnlichen Erblebnisse noch erweitern. Ein Druck auf die „Amplify“-Taste genügt und die Beleuchtung wird gedimmt, der Klang der Soundanlage angepasst, die Sitzmassage eingeschaltet und wohlige Düfte verbreiten sich im Interieur.

Wenn der 3008 Ende Oktober zum Händler rollt, will Peugeot zeigen, dass man nicht einfach nur irgendeinen weiteren SUV auf die Räder gestellt, sondern den Fokus auf ein besonderes Fahrerlebnis setzt. „Der 3008 wird zur neuen Referenz in Sachen Fahrvergnügen“, verspricht Markenchef Jean Philippe Imparato. Ermöglichen soll dies in erster Linie die moderne Konzernplattform EMP2, auf der bereits der Golf-Gegner 308 steht und die auch den 3008 über 100 Kilogramm leichter macht als den Vorgänger.

Allrad muss nicht sein
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7 Kommentare zu "Fahrbericht: Peugeot 3008: Es ist nie zu spät für ein SUV"

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  • Wer braucht denn " Online-Dating-Portale " wenn es Muckibuden zum Eisen biegen für uns Männer und für die Ladys den Knack-Po zum trainieren gibt ?

    Wenn ich Lust habe auf Spielbank, dann mache ich das ja auch nicht Online am PC. Sondern ziehe mir einen eleganten Smoking an, fahre nach Wiesbaden und verbinde das Ganze mit einem Besuch im Gourmetrestaurant Ente und einer Übernachtung im Nassauer Hof.

  • Ja Bernd - dann kannst Du auch gleich mit dem nagelneuen SUV einen Umweg durch den Acker machen oder die Baustelle einfach ignorieren und wrumm holper die polter durch wie praktisch ! Nochmal: Die Autos sind überdimensioniert! Oder?

  • Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme

  • Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.

  • Wer braucht denn " Online-Dating-Portale " wenn es Muckibuden zum Eisen biegen für uns Männer und für die Ladys den Knack-Po zum trainieren gibt ?

    Wenn ich Lust habe auf Spielbank, dann mache ich das ja auch nicht Online am PC. Sondern ziehe mir einen eleganten Smoking an, fahre nach Wiesbaden und verbinde das Ganze mit einem Besuch im Gourmetrestaurant Ente und einer Übernachtung im Nassauer Hof.

  • Ich habe mir den neuen Peugeot 3008 schon bei meinem Händler angesehen. Top im Design, tolle
    Grundausstattung usw. usw. Der Einstiegspreis passt und in der Topversion, Klasse! Es muss nicht immer Tiguan, X3, Q3 oder oder ähnliches sein. Die Preise dieser Modelle sind weltfremd und als Normalbürger, wenn es kein Firmenwagen ist, nicht bezahlbar, geschweige die Folgekosten. Ich weiß wo von ich rede, ich habe lange Audi und Co. gefahren ( 100 000 km pro Jahr). Das es gute Autos sind, stellt auch keiner in Frage, aber mit diesem Fahrzeug und was aus dem PSA Konzern noch kommt ( DS Modelle Citroen etc.) hat Peugeot einen Treffer gesetzt.

  • Was soll das hier mit dem SUV? Fast alle Autos sind für deutsche und europäischen Straßenverhältnisse überdimensioniert, die Besitzer können die Möglichkeiten auch gar nicht nutzen.
    Siehe letzte ADAC-Zeitung: Ich behaupte die allerwenigsten fahren mit ihrem Audi "was weis ich was A .." in den Wald und drücken ihn durch Schlammlöcher? Was soll das Getue mit dem Milchholen durch einen Fluß (Werbung VW)? Ich sehe daß die Leute 70 fahren wenn 80 erlaubt ist, daß sie vor der grünen Ampel langsamer werden weil "es könnte ja gleich rot werden", daß mit 10 km/h durch den Kreisverkehr gekrochen wird obwohl der Fahrzeug den Elchtest mit Bravour bestanden, auf Bundesstraßen gilt 100 km/h und auf Autobahnen kann man auch nur partiell 180 fahren. Wozu dann 189 PS unter der Haube, tausend Hilfssysteme, Elchtests und der Schnickschnack mit dem Tagfahrlicht obwohl ich auch den Schweinwerfer einschalten kann? Nochmal: Die Autos sind alle überdimensioniert, die Leute können nur weit unter dem Limit damit "fahren". Also, baut wieder einfache Autos die den Gegebenheiten in Europa Rechnung tragen und die Fähigkeiten der meisten Autofahrer berücksichtigen - und biliiger wären!

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