Fahrbericht Triumph Tiger Explorer
Britisches Fernwehbike im GS-Revier

Triumph hat mit der Explorer ein komplett neues Flaggschiff in die Klasse der großen Reiseenduros geschickt. Die wird zwar traditionsgemäß von BMW beherrscht, doch die Tiger punktet nicht nur mit ihrem bulligen Motor.
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DüsseldorfIn der vergangenen Saison machte die britische Traditionsmarke Triumph mit den Tiger 800-Modellen von sich reden. Jetzt haben die Experten aus Hinckley/Großbritannien ihr komplett neues Flaggschiff in die Klasse der großen Reiseenduros geschickt. Die Tiger Explorer punktet nicht nur mit ihrem bulligen Motor, sondern auch mit überraschender Agilität. An den Start geht die Enduro ab 13.790 Euro.

Schon optisch erhält der Kunde dabei viel Motorrad für sein Geld: Die neue Explorer ist eine imposante Erscheinung, gefällt mit solide wirkendem Gitterrohrrahmen aus Stahl und einem voluminösen Auspuff. Das kernige Design dürfte genau ins Herz der Reiseenduristen treffen.

Zentrum des Gesamtkunstwerks ist natürlich der Motor – und ebenso natürlich schöpft dieser seine Kraft aus drei Zylindern. Was einer klassischen BMW der Boxer ist, ist einer echten Triumph der Drilling, abgesehen von der Retro-Abteilung der Marke. Für die Explorer hat Triumph indes einen neuen Motor entwickelt, der mit seinen 101 kW/137 PS bei 9.000 Touren und dem maximalen Drehmoment von 121 Newtonmetern zu überzeugen vermag – und seine Kraft über eine Kardanwelle ans Hinterrad schickt.

Das maximale Drehmoment liefert der 1.215 Kubik Motor bei 6.400 U/min, wobei sich der Fahrer bereits bei 2.000 Touren über ordentlichen Schub freut. Die Triumph scheut keine hohen Drehzahlen – der rote Bereich beginnt bei 10.000 U/min, nötig ist diese Drehzahlregion zum flotten Vorankommen aber keinesfalls.

Gerade Fernwehgeplagte, die entspannt lange Strecken abreißen wollen, wissen das zu schätzen. Zudem schont das niedrige Drehzahlniveau den Geldbeutel: der Verbrauch liegt bei Überlandfahrt bei rund 6,2 Litern auf 100 Kilometer, was in Kombination mit dem 20 Liter fassenden Tank theoretisch Distanzen von 320 Kilometern erlaubt. Für eine Reiseenduro dürfte die Reichweite ein wenig höher liegen.

Eine „Versicherung“ sind auch die elektronischen Helferlein, die Triumph der Tiger Explorer mit auf den Weg gibt. Integraler Bestandteil ist hierbei die elektronische Ride-by-wire-Drosselklappensteuerung, die eine sehr direkte Gasannahme garantiert.
Zudem verfügt die Enduro über einen Tempomat, eine Traktionskontrolle und ein fürs Gelände abschaltbares ABS. Mit ihren 259 Kilogramm Gewicht ist sie kein Bike für den extremen Offroadeinsatz – aber gelegentliche Exkursionen auf Schotter oder ins Grüne scheut sie nicht.

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Überraschend agil trotz 259 Kilo

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  • 259 Kilo, viel zu wenig Federweg, ein Auspuffschornstein wie bei der Titanic - wat soll dat?

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