DÜSSELDORF. Im Prinzip ist die Entscheidung für ein Gasauto, am besten für eines, das auch mit Benzin fahren kann, einfach. Man muss nur rechnen können, oder? Wir nahmen uns als Beispiel jetzt den Volkswagen Passat TSI Ecofuel vor - als Rechenbeispiel und für Praxiserfahrung mit dem Erdgas.
Im Markt ringen Erdgas und Autogas als kostengünstige und umweltfreundlichere Kraftstoffe miteinander. Dabei hat Autogas - eine Mischung aus Butan und Propan - die Nase bei der Tankstellendichte deutlich vorn. Autogas gibt es in Deutschland an zur Zeit rund 6.000 Tankstellen, bei Erdgas sind es nur 1.000, wobei wir den Eindruck gewannen, dass Autogas auch an den Autobahnen zuhause ist, Erdgas eher in den Ortsmitten, oftmals bei den Energieversorgern.
Das muss nicht schrecken; denn die Reichweite unseres Passat Ecofuel in der Ausstattung Trendline fällt reichlich aus, weil er sowohl aus dem Gastank als auch aus einem - verkleinerten - Benzintank Energie ziehen kann. Sind die unterflurig montierten Gastanks leer, schaltet der Motor unmerklich auf Benzin um. Für längere Reisen sollte man sich die Tankstopps dennoch im Vorfeld planen.
Wer die niedrigen Gaspreise ausnutzen will, sollte alle 400 Kilometer einen Tankstopp einplanen. Dabei helfen das Internet und die Navigation, sofern eine an Bord ist. Besonders einfach fällt das Leben mit einem Erdgasfahrzeug natürlich dann aus, wenn man in der Nähe einer Tankstelle wohnt, nur kürzere bis mittlere Entfernungen pro Tag zurücklegt und anschließend wieder volltanken kann.
Der "normale" Vier-Zylinder-Ottomotor hat eine Leistung von 150 PS und ein maximales Drehmoment von 220 Newtonmetern, beim Gasmotor liegt dies schon ab 1.500 Umdrehungen pro Minute an, bis 4.500 U/min. Für das frühe Maximum sorgt ein zusätzlicher Kompressor, der das Turboloch des Abgasturboladers zu überbrücken hilft.
Dennoch stellten wir im Gas- wie im Benzinbetrieb eine deutliche Anfahrschwäche fest, die sich anfühlt, wie die Gedenksekunde vor dem Hochdrehen eines Dieselmotors. Dafür entschädigen die Fahrleistungen mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 9,8 Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h. Nichts ist zu spüren von der Kraftlosigkeit, die man alten Gasantrieben nachsagte.
Das heißt dann, dass Autogas das Gas ist, dass auf den Feldern im Nigerdelta brennt
Und was ist jetzt genau der Unterschie zwischen Autogas und Erdgas?
3 Kommentare
Alle Kommentare lesen