Fahrer droht Kontrolllverlust
Jeep Liberty bereitet Chrysler neue Probleme

Chrysler ruft mehr als 800 000 Fahrzeuge des Typs Jeep Liberty zurück.

HB WASHINGTON. Fahrer des Geländewagens könnten wegen eines Verschleißproblems die Kontrolle über das Fahrzeug verlieren, teilte der zur DaimlerChrysler AG gehörende US-Automobilhersteller am Dienstag mit.

Unternehmenssprecher Max Gates sagte, an der Vorderachse könne es bei einem Kugelgelenk zu so starken Verschleißerscheinungen kommen, dass sich das Gelenk im Extremfall löse. Der Rückruf umfasst 832 000 Fahrzeuge des Auslieferungszeitraums 2002 bis 2006.

Es seien bereits 111 konkrete Beschwerden eingegangen, und es gebe Berichte über Verletzungen bei drei Personen als Folge des Problems, sagte Gates. In vielen der genannten Fälle habe das zerstörte Kugelgelenk dazu geführt, dass der Fahrzeugvorderteil auf eines oder beide Vorderreifen abgerutscht sei.

Chrysler hatte bereits zu einem früheren Zeitpunkt Probleme mit der Vorderachse des Jeep Liberty. Im November 2003 rief der Konzern 300 000 Fahrzeuge der Modelljahrgänge 2002 und 2003 wegen Problemen mit den Kugelgelenken zurück. Offenbar wurden einige der ausgewechselten Teile bei Auslieferung und Einbau aber beschädigt.

Die US-Regierung hat im Laufe dieses Jahres eine Untersuchung zum Liberty- Modelljahrgang 2004 wegen brechender Kugelgelenke eingeleitet. Nach Angaben der zuständigen Behörde National Highway Traffic Safety Administration wurden die Vorfälle für Fahrzeuge mit einer Fahrleistung ab 25 000 Meilen berichtet.

Nach Angaben von Firmensprecher Gates ist das Fahrzeug mittlerweile überarbeitet worden. Chrysler erwarte, dass die beschriebenen Verschleißerscheinungen nicht mehr aufträten. Im September wird das Unternehmen die Besitzer der Fahrzeuge über den Rückruf informieren.

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