Fahrpräsentation Honda CB 1100
Ein moderner Klassiker unter den Big Bikes

Während man sich hierzulande hinterm Schneepflug staut, werden im spanischen Valencia die ersten Motorradneuheiten ausgefahren. Für Liebhaber moderner Klassiker mit dabei: Hondas neues Naked Bike CB 1100.
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Valencia/SpanienDie Honda CB750 Four war bei ihrem Debut 1968 auf der Tokyo Motor Show das Motorrad schlechthin. Eine atemberaubende Maschine, die Maßstäbe setzte: die erste Maschine mit einem Reihenvierzylinder-Motor überhaupt, knapp 68 PS, 4-in-4-Auspuffanlage, Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen, das erste Motorrad mit Scheibenbremse. Da konnte keiner der Mitbewerber mithalten.

An Leute, die in Erinnerungen schwelgen sowie ein jüngeres Publikum, das ein eigenständig gestaltetes, emotionales Motorrad sucht, richtet sich Hondas neuer Klassiker, die CB1100. Sie knüpft nahtlos an die Geschichte der CB750Four an.

Herausragende Merkmale sind das luftgekühlte Vierzylinder-Triebwerk, der Rohrrahmen mit Stereo-Federbeinen und die vier-in-eins-Auspuffanlage. Für ein lupenreines Retro-Design sorgen der Rundscheinwerfer, eine schlanke Linienführung am Tank, funkelnde Chrom-Schutzbleche, die klassische Zweimann-Sitzbank, aufrechte Sitzposition, ein hoher Lenker und die schräg gestellten, analogen Doppelinstrumente.

Alles ist fast wie beim Vorbild aus den 70er-Jahren. Gleichwohl handelt es sich um eine durch und durch moderne Konstruktion mit Antiblockiersystem und Kombibremse mit zwei Bremsscheiben. Eine Elektronische Einspritzung und ein geregelter Katalysator sind selbstverständlich mit an Bord.

"Es musste ein luftgekühlter Motor sein", sagt Hirofumi Fukunaga, der seit 1977 bei Honda so etwas wie der Gottvater des Vierzylindermotors ist, und die treibende Kraft hinter der neuen CB1100. Damit der Motor eventuell nicht doch einmal zu heiß wird, haben ihm die Techniker eine ausgeklügelte, separate Ölkühlung um die Zylinderköpfe verpasst.

Die jetzt in Valencia erstmals der Presse präsentierte 1100er gibt es eigentlich schon seit drei Jahren, allerdings bisher nur in Japan, Australien und Neuseeland. Jetzt endlich erhörten die Japaner auch den Ruf der europäischen und amerikanischen Fans nach dem modernen Klassiker.

Herzstück ist selbstverständlich der Reihenvierzylinder mit 1.140 Kubik, der mit 68 kW/90 PS etwas mehr Leistung und mit 93 Nm mehr Drehmoment als die Japan-Version besitzt. Verändert wurden zudem die Einspritzanlage und der Schalldämpfer. Es ist auf keinenfall ein Spitzensportler. "Die CB 1100 ist ein Motorrad", meint Hirofumi Fukunaga, "mit dem wir in Japan, bevor wir uns an den Frühstückstisch setzen, noch schnell eine entspannte Runde um die Häuser ziehen. Es weckt Emotionen und soll einfach Spaß machen."

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  • Endlich mal ein richtiges Motorrad, dieser Trend sollte weiter verfolgt werden. Ein super schönes Motorrad mit ABS,
    vernünftige Sitzposition. Mein Favorit wodrauf ich schon seit jahren warte. Kaufe ich sofort!

  • Ein Klassiker neu aufgelegt und eben nicht mit modischen Zeitgeistdingen verunstaltet. Technik sichtbar und nicht versteckt verkapselt.

    Einfach nur ein schönes ursprüngliches Motorrad zum Cruisen und auch mit dezentem Fahrspass, da der Motor für kurze Beschleunigungen doch Reize mit 90PS bietet und Dank seiner 4 Zylinder wohl schnurrig laufruhig ist. Respekt.

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