Fahrtest VW Golf
Willkommen zu Hause

Wäre er ein Fußballteam, wäre er besser als Bayern, Borussia und Werder zusammen. Denn auf der Straße wechselt der Meister nicht - es ist seit Jahrzehnten der VW Golf. Deshalb ist der Neue auch keine Revolution.
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BerlinKein Wunder, dass alle Welt gebannt nach Wolfsburg schaut, wenn dort eine neue Generation von Volkswagens Beliebtesten vom Stapel läuft. Im November ist es wieder so weit: Dann kommt der Golf VII und soll die fast 40 Jahre und 30 Millionen Autos lange Erfolgsgeschichte fortschreiben. Dabei setzt VW auf das alt Bewährte: "Keine Experimente", lautet die Grundregel. Es ist zwar alles neu am neuen Golf. Doch das Design wirkt trotz der schärferen Kanten, des flacheren Dachs und des gestreckten Radstands vertraut. Und innen fühlt man sich auf Anhieb zu Hause. So wird das Rendezvous mit dem neuen Golf zu einer Begegnung mit einem alten Bekannten.

Was auffällt bei der ersten Sitzprobe, sind die hohe Wertigkeit und vor allem die intuitive Bedienung: Die Instrumente, die Mittelkonsole, das Lenkrad - all das sieht nicht nur vornehm aus, es gibt auch keine Rätsel auf. Jeder Schalter ist genau da, wo man ihn erwartet, jeder Hebel, jede Ablage, alles ist perfekt positioniert.

Den neuen, großen Touchscreen bedient man so schnell und sicher, als hätte man ihn schon in sechs anderen Golf-Generationen genutzt. Nur die besseren Platzverhältnisse sind nicht sofort erlebbar. Einzig die 30 Liter mehr Kofferraum und die tiefere Ladekante springen ins Auge.

Unauffällig und vorhersehbar - das gilt auch für den Fahreindruck: Mit dem um sechs Zentimeter gestreckten Radstand rollt der Golf noch gelassener und entspannter auch über schlechte Straßen. Er findet die beste Balance aus Komfort und Härte, lässt sich von nichts aus der Ruhe bringen und hält präzise die Spur. Und vor allem ist er so gut gedämmt, dass man von der Welt draußen kaum etwas mitbekommt und sich fühlt, wie in Watte gepackt.

Wer es darauf anlegt, kann das Auto auch in garstig erleben. Zwar sind die neuen Fahrprofile, die auf Knopfdruck den Charakter von Getriebe, Lenkung, Motorsteuerung und Fahrwerk ändern, viel zu nah beieinander, als dass sich die Investition von knapp 1.000 Euro lohnen würde. Aber es reicht ein beherzter Tritt aufs Gaspedal, um einen überraschend sportlichen Golf zu erleben. Denn mit der neuen Lenkung und einer elektronischen Quersperre fährt er schnell und sauber in die Kurven. 

In Fahrt bringen den Golf zunächst zwei Diesel und zwei Benziner, die ein Leistungsspektrum von 63 kW/85 PS bis 110 kW/150 PS abdecken. Dabei ist der große Diesel vorerst sicher die beste Wahl. Mit seinen maximal 320 Newtonmetern Drehmoment hat er immer genügend Luft für einen kleinen Zwischenspurt. Die Doppelkupplungsautomatik schaltet schnell und kaum spürbar, und mit maximal 216 km/h für den Handschalter fährt der TDI den anderen Varianten knapp davon.

Bei zügiger Fahrt steigt der Verbrauch leicht über sechs, sieben Liter. Doch wer es gelassen angeht, kommt nahe an die Norm von 4,4 Litern (CO2-Ausstoß: 117 g/km) und profitiert so vom Sparkurs der Niedersachsen: Weil das Auto bis zu 100 Kilo leichter geworden ist und die Motoren optimiert wurden, verbraucht der Kompakte im Mittel 14 Prozent weniger als sein Vorgänger.

Kommentare zu " Fahrtest VW Golf: Willkommen zu Hause"

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  • langweilig, langweiliger, VW, Golf...

    niedriger Basispreis ( gibt es da schon Felgen mit ? ); doppelter Endpreis ( ach ja; ein Lenkrad braucht man ja auch ).

    Volkswagen? Golf? Hab ich noch nie verstanden.

    Aber VW nennt den Golf ja auch " Butter und Brotauto von VW ".

    Das interpretiere ich mal so: an dem karren verdienen wir und erst dumm, dann dämlich, und dann kommt der geleaste und finanzierte Scheiss wieder zu uns zurück und wir verkaufen den Rotz nochmal.

    Und verdienen uns wiederum: dumm und dämlich.

    Toll.

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