Fahrvorstellung Kia ProCeed
Der Schönste zum Schluss

Nach Fünftürer und Kombi rundet der ProCeed die Ceed-Baureihe von Kia ab. Doch statt einem schnöden Dreitürer hat Kia ein schickes Coupé auf die Räder gestellt. Hält die Dynamik, was das Design verspricht?
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Monte CarloDer Ceed ist das Erfolgsmodell von Kia in Europa, jeder dritte Kia trägt auf dem alten Kontinent diesen Namen. Neben dem klassischen Fünftürer und dem praktischen Kombi soll jetzt der ProCeed als Coupé-artiger Dreitürer die Modellfamilie mit einem ordentlichen Schuss Emotionen abrunden.

Optisch gelingt das dem Neuling sehr gut. Die schicke Front mit der sogenannten Tigernase stammt noch vom Fünftürer, aber dahinter ist alles anders: Das Dach ist vier Zentimeter niedriger, die Frontscheibe dementsprechend flacher, hinten rundet ein knackiges Heck den dynamischen Auftritt ab.

Mit dem preisgekrönten Design („Best of the best“ beim „red dot“-Designaward) will Kia laut Aussage von Deutschland-Chef Martin van Vugt Kunden ansprechen, die einen sportlich auftretenden Dreitürer suchen, der zugleich umweltfreundlich und praktisch ist. Der erste Punkt für den sportlichen Auftritt hat sich der ProCeed ganz klar verdient. Doch wie steht es um die anderen beiden Punkte?

Zunächst zur Praxistauglichkeit: Mit 4,31 Metern Länge, einer Breite von 1,78 Metern und einem Radstand von 2,65 Metern ist der ProCeed exakt so groß wie der Fünftürer. Der Kofferraum fasst 380 Liter. Das ist – Sie ahnen es schon – genau der Wert des Fünftürers. Nur in der Höhe fehlen wie bereits erwähnt vier Zentimeter. Die bekommen aber nur die Passagiere auf der Rückbank zu spüren, im Kopfbereich ist hier im ProCeed für Großgewachsene spürbar weniger Platz. Wegen der ansteigenden Seitenlinie und der breiten C-Säule ist zudem das Fenster sehr klein, was aus den hinteren Sitzplätzen ein düsteres Loch macht. Außerdem schränkt das die Sicht des Fahrers nach schräg hinten deutlich ein.

Mitfahrer unter 1,85 Metern haben aber kein Problem, dank einer für diese Klasse ordentlichen Beinfreiheit sitzt es sich auch hinten bequem. Um den Einstieg auf die Rückbank zu erleichtern, haben die Designer die B-Säule um stolze 22 Zentimeter nach hinten versetzt. Die beiden Seitentüren sind entsprechend auch länger, was aber nur in engen Parklücken störend ist. Pluspunkt: Im Gegensatz zum Vorgänger gibt es auch Lüftungsauslässe in der Tunnelkonsole hinten. Der Minuspunkt folgt sogleich: Die Auslässe gibt es nur in der Top-Ausstattung – und selbst da sind sie Teil eines aufpreispflichtigen Pakets.

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