Ferdinand Dudenhöffer
„Low Budget mit Komfort“

Ferdinand Dudenhöffer gilt als einer der führenden Auto-Experten in Deutschland. Im Interview mit dem Handelsblatt spricht der Direktor des Car-Instituts an der Universität Duisburg-Essen über die Erfolgsaussichten von lokalen Car-Sharing-Geschäftsmodellen von Daimler und Co. und erklärt, warum er Sixti die besten Chancen im Konkurrenzkampf einräumt.
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Warum wollen Daimler & Co. plötzlich in das Car Sharing einsteigen?

Reines Car Sharing kann als gescheitert gelten. Was die oft lokalen Car-Sharing-Idealisten machen, ist im Wesentlichen das Geschäft der Vermieter, die mehr Know-how haben und einzelne Segmente besser bedienen können. Flinkster, Sixti Car Club und Car2Go sind auch eher Vermieterorganisationen, die den Vermietprozess günstiger und einfacher gestalten - ein Low-Budget-Ansatz, der Komfortverbesserungen bringt. Das kann in einigen Großstädten funktionieren.

Welche Bedeutung besitzen die Projekte für die Autohersteller?

Es ergibt keinen Sinn, wenn sie in diese Geschäftsfelder gehen. Jede Autovermietung, die direkt bei einem Autobauer angedockt war, ist bisher gescheitert. Für sie entsteht aber eine neue Kundengruppe der Low-Budget-Vermieter, die durchaus Potenzial haben kann.

Welchem der drei Modelle räumen Sie die besten Chancen ein?

Bei Car2Go dürfen Kunden das Fahrzeug beliebig stehen lassen, der Komfort ist größer. Nachteil ist, dass es nicht in eine professionelle Vermieterorganisation integriert ist. Von Flinkster bin ich nicht ganz so überzeugt - die Bahn ist kein Vermieter und hat klare Nachteile in der Lernkurve. Insofern erwarte ich, dass Sixti die besten Chancen hat.

Kommentare zu " Ferdinand Dudenhöffer: „Low Budget mit Komfort“"

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  • Herr Duddenhöffers Einschätzung welcher der Anbieter am besten aufgestellt ist, ist ein wenig zu allgemein betrachtet und eher akademisch. Daimler kann mit Car2Go sehr wohl erfolgreicher sein als bisherige professionelle Mietorganisationen gerade weil Daimler keine ist. Alte, "benachbarte" Denkensweisen sind bei neuen Geschäftsmodellen bekanntlich meist hinderlich als fördernd. Und Daimler lernt durch ständige optimierung schnell vom eigenen System. Way to go!

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