Fiat eifert mit Retro-Look dem Erfolg des Mini nach
Designkritik: Generazione Cinquecento

Die Einführungskampagne wurde sorgfältig inszeniert. Offiziell wird der Fiat 500 am 4. Juli dieses Jahres vorgestellt. Ziel: Er soll zumindest so erfolgreich werden wie der Mini. Doch will man eine Analogie ziehen, landet man eher bei einem anderen Vergleichsmodell.

DÜSSELDORF. Obwohl man es offiziell nur ungern zugibt, beide Modelle, der Mini und der Cinquecento, waren zunächst ein Flop – was irgendwie auch den späteren Erfolg erklärt. Der Mini war, technisch zu anspruchsvoll und viel zu anfällig, nichts für das englische Bastlervolk. Dem Chefentwicklern Alec Issigonis kamen zum Glück alte Freunde zur Hilfe. Zum Beispiel der Fotograf Antony Armstrong-Jones, der ein paar Monate nach der Mini-Einführung als Earl of Snowdon Prinzessin Margaret heiratete. Er fuhr nicht nur privat Mini, sondern organisierte eine Präsentation des Fahrzeugs bei der Königin. Die City war erobert.

Dann Rennkumpel John Cooper, der den lahmen Motor aufpeppte und das Kleinrad-Frauenauto zum gefährlichen Männerflitzer machte. Montecarlo war ebenfalls erobert und die Zukunft des teuren, kleinen Minis gesichert.

Für zu teuer und zu klein wurde 1957 auch die erste Auflage der „Nuova 500“ vom italienischen Volk empfunden. Unmittelbar nach Markteinführung lautete die Besorgnis erregende Feststellung der Fiat-Direktion: einfach unverkäuflich. Bereits vier Monate später musste der Preis reduziert und die Ausstattung und die Funktionalität aufgebessert werden – Erstkunden wurden mit einem Scheck beruhigt.

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