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Fiats Barchetta gilt als günstig und gut

Mit der Barchetta kopierte Fiat 1995 eine Idee, mit der Mazda schon länger erfolgreich war. Wie der japanische MX-5 ist der italienische Zweisitzer ein kleines Cabriolet, das offenes Fahren zu einem günstigen Preis ermöglicht.

dpa/gms STUTTGART. Mit der Barchetta kopierte Fiat 1995 eine Idee, mit der Mazda schon länger erfolgreich war. Wie der japanische MX-5 ist der italienische Zweisitzer ein kleines Cabriolet, das offenes Fahren zu einem günstigen Preis ermöglicht.

Das Konzept war so erfolgreich, dass der Fiat bis 2004 in kaum veränderter Form gebaut wurde. Gebraucht zeigt die Barchetta nach Angaben der Sachverständigen-Organisation Dekra in Stuttgart kaum typische Schwachstellen.

Zwei Sitze, zwei Türen und ein Stoffverdeck - das sind die Merkmale der Fiat Barchetta. Ihr Fahrverhalten gilt als sportlich, aber noch komfortabel. Die Fahrleistungen sind ordentlich. In Kauf zu nehmen sind - wie bei vielen Roadstern mit Stoffverdeck - laute Windgeräusche bei höherem Tempo mit geschlossenem Dach. Auch die Sicht nach hinten ist in geschlossenem Zustand eingeschränkt.

Zur serienmäßigen Ausstattung gehörte ab 1996 ein Beifahrerairbag, das ABS gab es erst von 1997 an serienmäßig. Die einzige größere Änderung während der Bauzeit gab es im Jahr 2003, als ein Facelift unter anderem neue Scheinwerfer mit sich brachte.

Angetrieben wird das Cabrio von einem Vierventil-Vierzylinder mit 1,8 Litern Hubraum und 96 kW/131 PS. Der Motor ist laut Dekra auch eines der Dinge, auf die beim Gebrauchtkauf zu achten ist. Manchmal gibt es Probleme an der Nockenwellenverstellung, die sich aber durch ein Klappern bemerkbar machen, das bei laufendem Motor zu hören ist.

Wie beim Kauf jedes Cabrios ist auch bei der Barchetta ein Blick auf das Verdeck angebracht. Das bereitet nach Dekra-Angaben bei ordentlicher Behandlung zwar keine Probleme. Der Zustand steht und fällt aber mit der Pflege. Ratsam ist daher eine Prüfung des Öffnungs- und Schließvorgangs. An den Faltstellen des geschlossenen Verdecks sollte auf Scheuerstellen geachtet werden.

Die erste Hauptuntersuchung nach drei Jahren absolvieren rund 79 Prozent der Autos ohne Mängel, nach sechs bis sieben Jahren schaffen das noch 57 Prozent. Häufiger bemängelt werden an den Fahrzeugen in diesem Alter Räder und Reifen, das gleiche gilt für wellige Bremsscheiben sowie Probleme an Kupplung und Getriebe.

Die Barchetta-Preise beginnen laut Schwacke-Liste bei 5 300 Euro für ein Modell aus dem Jahr 1995. Für ein Auto aus dem Jahr 2003 sind noch knapp 14 000 Euro einzuplanen. Neben der Basis-Barchetta gab es aber auch immer wieder Sondermodelle mit erweiterter Ausstattung, die nur begrenzte Zeit angeboten wurden. So gab es 1998 eine Limited Edition, die heute noch etwa 8 600 Euro kostet. Eine Barchetta 1.8 16 V Milano aus dem Jahr 2003 ist für etwa 14 600 Euro zu bekommen.

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