Ford B-Max im Test
Große Klappe, wenig dahinter

Enge Parklücken, große Kindersitze, sperrige Einkäufe - bei der Auswahl der Familienkutsche sind clevere Verlade-Optionen ein gewichtiges Argument. Den jüngsten Vorstoß im Segment präsentiert Ford mit dem B-Max.
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BerlinDer neue Ford B-Max ist der neue Praktiker unter den klassischen Familienmodellen. Zum ersten Mal kombinieren die Kölner Ford Werke Klapp- und Schiebetüren und verzichten auf eine tragende Säule. So entsteht zum Einstiegen eine 1,50 Meter breite Luke - damit hat der B-Max im wahrsten Sinne des Wortes einen einladenden Einstieg. Im November kommt er zu Preisen ab 15 950 Euro in den Handel.

Trotz innovativer Konstruktion kein Raumwunder

Das ungewöhnliche Türkonzept erforderte aufwendige Neukonstruktionen: Sitze mit integrierten Gurten, Laufschienen in den Flanken und Türschlösser in der Trittleiste. Der von Ford betriebene Aufwand hat für den Nutzer praktische Vorteile. Die Insassen schlüpfen selbst in der engsten Tiefgarage bequem auf den Rücksitz, Einkaufstüten fallen wie von Zauberhand in den Fond, beim Anschnallen der Kinder muss man sich nicht mehr verrenken. Und sogar sperrige Pakete aus Baumarkt oder Möbelhaus hat man im Nu durch die Kofferraumklappe gewuchtet.

Während der B-Max für Kind und Kegel bequem zu entern ist und auch auf der Rückbank noch genügend Platz für Kopf und Knie bietet, ist sein Kofferraum zu knapp bemessen: 318 Liter Stauvolumen sind vergleichsweise wenig. Anders als bei Konkurrenzmodellen lässt sich das Gepäckabteil auch nicht durch eine verschiebbare Rückbank vergrößern. Zwar können die geteilte Rücklehne und der Beifahrersitz für lange Ladung umgelegt werden, doch auch die 1386 Liter bei maximaler Raumausnutzung sind allenfalls Mittelmaß.

Sicherheit wichtiger als Unterhaltung

Das Design des B-Max wirkt frisch, die Innenausstattung vornehm. Genau wie die Bodengruppe stammt auch das Cockpit im Grunde vom Ford Fiesta. Allerdings haben die Kölner Autobauer Material und Farben besser aufeinander abgestimmt, das Innenleben teilweise moderner gestaltet und die Ausstattung dem Stand der Technik angepasst. So gibt es neben sieben Airbags auf Wunsch auch eine City-Notbremsfunktion. Diese überwacht mit Radar den Abstand zum Vordermann und steigt bis Tempo 30 in brenzligen Situationen automatisch in die Eisen. So werden Auffahrunfälle vermieden oder zumindest gemildert.

Falls doch was passiert, hat Ford schon jetzt den automatischen Notruf e-call eingebaut, den die EU-Kommission für alle Neuwagen vorschreiben will. Beim Infotainment patzt Ford hingegen und bietet eine Navigation beispielsweise nur zur Nachrüstung an. Und vom Internet im Auto ist überhaupt nicht die Rede.

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Kleiner Flitzer mit sportlicher Leistung

Kommentare zu " Ford B-Max im Test: Große Klappe, wenig dahinter"

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  • Hier wird immer wieder von "Vergleichsweise klein" gesprochen. Was bitte war der Vergleich ? Ein VW T5 ? Der B-Max basiert auf dem Fiesta, also sollte man ihn mit einen VW Polo vergleichen, der hat meines Wissens 280L Volumen.

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