Test + Technik
Ford Ka: Gute Optik ist nicht immer praktisch

Dass Verschönerungen an einem Auto nicht mit verbessertem Nutzwert gleichzusetzen ist, dafür ist der Ford Ka ein gutes Beispiel. Das berichtet die Sachverständigen-Organisation Dekra.
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dpa/gms STUTTGART. Dass Verschönerungen an einem Auto nicht mit verbessertem Nutzwert gleichzusetzen ist, dafür ist der Ford Ka ein gutes Beispiel. Das berichtet die Sachverständigen-Organisation Dekra.

Den Stadtwagen gab es zunächst nur mit unlackierten, schwarzen Stoßfängern, die manchen Käufern nicht gefielen. Nachträgliche Lackierungen sorgen dann aber gerade im Stadtverkehr oft nur kurzfristig für schöneres Aussehen. Gebrauchtwagenkäufer sollten daran denken, dass beschädigte Lackierungen durch notwendige Ausbesserungen auch zu einem Kostenfaktor werden.

In der Autowelt ist der kleine Ford mittlerweile einer der Älteren: Bereits seit 1996 gibt es ihn. Grundsätzlich gilt der Kleinwagen laut Dekra als pflegeleicht und unproblematisch. Die Sicherheitsausstattung beschränkte sich jedoch zunächst auf einen Fahrerairbag, entsprechenden Schutz für Beifahrer gab es erst ab 1997.

Zu den Problemen des Ka zählt nach Dekra-Angaben Korrosion an den so genannten Distanzbuchsen der Hinterachse - eine Kontrolle des Gebrauchten in diesem Bereich kann nicht schaden. Außerdem gab es unter anderem eine Rückrufaktion wegen möglicher Probleme an den Bremsleitungen: Hier sollte vor dem Kauf eines gebrauchten Ford Ka überprüft werden, ob die nötigen Arbeiten durchgeführt wurden.

Bei den Motoren bestand anfangs die Wahl zwischen 37 kW/50 PS und 44 kW/60 PS. Empfohlen werden von den Fachleuten meist Modelle mit Servolenkung, die jedoch nicht in der 50-PS-Ausführung angeboten wurde. Stärkere Motoren mit 51 kW/70 PS oder 70 kW/95 PS finden sich nur in jüngeren Ka.

Von den sechs bis sieben Jahre alten Ka durchlaufen nach Dekra-Angaben nur knapp 52 Prozent die Hauptuntersuchung ohne Mängel, bei den bis zu drei Jahre alten Autos sind es knapp 78 Prozent. Zu den häufigeren Mängeln zählen Verschleiß an der Vorderachse sowie Probleme an den Bremsen.

Einen gebrauchten Ford Ka mit 37 kW/50 PS aus dem Jahr 1996 gibt es laut Schwacke-Liste ab 2 300 Euro. Ein Ka mit 44 kW/60 PS aus dem Jahr 2000 kostet etwa 4 250 Euro, der 70 kW/95 PS starke Sportka aus dem Jahr 2003 wird mit etwa 8 800 Euro gehandelt.

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