Ford Sync
Automatischer Notruf ohne Mobilfunk-Abo

Ab kommendem Jahr wird Ford sein seit 2007 in den USA bereits verkauftes Sprachsteuerungssystem namens Sync auch in Deutschland anbieten. Ein Blick auf die Details des Systems, das es als Extra zunächst im Focus geben wird.
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DüsseldorfFord hat den ungewöhnlichen Weg gewählt, und nicht auf der Automesse in Genf, sondern auf der Computermesse Cebit in Hannover seine Bordcomputer-Sprachsteuerung Sync vorgestellt, die über einen automatischen Notruf-Assistenten verfügt. Bei einem Unfall stellt das System nach Angaben es Herstellers die genaue Position des Fahrzeugs fest, indem es die GPS-Koordinaten und das Kartenmaterial des eingebauten Navigationssystems mit den Informationen des angeschlossenen Mobiltelefons abgleicht.

Anschließend stellt Sync eine Verbindung zur örtlichen Notrufzentrale her und informiert die Rettungsleitstelle in der jeweiligen Landessprache über den Unfall und den exakten Ort.

Und weil es im Notfall besonders schnell und unkompliziert gehen soll, stellt die Software den Notruf direkt durch, ohne Umwege über ein Call- oder Servicecenter, verspricht Ford. Als Alleinstellungsmerkmal betont Ford derzeit, Sync könne sich mit doppelt so vielen Rettungsstellen in Europa in Verbindung setzen als jeder andere Notruf-Service. Allerdings hat die Konkurrenz bis zur Markteinführung ja noch Zeit, den Rückstand aufzuholen.

Im Ausland soll die Funktion dem Fahrer die Unsicherheit nehmen, sich bei einem Notfall nicht in der Landssprache verständigen zu können oder die regional unterschiedlichen Notrufnummern nicht zu kennen. Während die Kommunikation zwischen dem Fahrzeugsystem und der Notruf-Stelle in der jeweiligen Landessprache erfolgt, können die Insassen weiterhin mit Sync in der von ihnen gewählten Sprache sprechen.

Im Gegensatz zum Wettbewerb bietet Ford die Notruf-Funktion ohne zusätzliches Mobilfunk-Abo an. Als Teil von Sync wird das via Bluetooth angeschlossene Mobiltelefon des Fahrers oder eines Passagiers genutzt. Das System wird automatisch aktiviert, sobald einer der Airbags auslöst oder die Notabschaltung der Kraftstoffpumpe aktiv wird.

Baut man einen Unfall und empfindet das Absenden eines Notrufs dennoch als überflüssig, so kann man als Fahrer oder Beifahrer nach entsprechenden akustischen und visuellen Hinweisse den automatischen Vorgang immer noch manuell abbrechen.

Zurzeit befindet sich das System, das in den USA bereits seit 2007 angeboten wird, noch in einer abschließenden Erprobungsphase. In den Vereingten Staaten wurde Sync in mehr als drei Millionen Fahrzeugen eingebaut.

Frank G. Heide
Frank G. Heide
Handelsblatt / Redakteur Auto + Motor

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