Ford-Youngtimer-Geschichte von 1972 bis 1985
„Beau de Cologne: Vor 30 Jahren kam der Granada II

Der Granada von Ford hat eine ungewöhnliche Karriere gemacht - und die auch erst im hohen Alter. Denn noch in den 70er Jahren galt ein Granada als Familienmobil schlechthin. Erst als das Gros der in schwulstige Blechformen gekleideten Limousinen schon den Kontakt mit der Schrottpresse hinter sich hatte, entdeckte man ihn wieder. Plötzlich war er ein cooler Youngtimer.

dpa/tmn KÖLN. Das allerdings galt zunächst nur für die Modelle der ersten Baujahre: Der vor nunmehr 30 Jahren erschienene Granada II mit seiner modern geglätteten Karosserie wird erst jetzt wiederentdeckt. Die Geschichte des Granada begann 1972. Damals löste die neue Modellreihe jene Vorgänger ab, die statt eines Namens Bezeichnungen wie 17 M oder 20 M trugen. Die 70er Jahre standen auch für einen großen Wechsel im Hinblick auf das Design. Begonnen hatte das Jahrzehnt noch mit ausladenden Blechschwüngen und massivem Chromzierrat - wie auch am Ur-Granada. Am Ende stand das Gegenteil: Der Chrom war verschwunden, die Bleche waren geglättet.

Der große Wechsel fand vor 30 Jahren statt, als 1977 jenes Auto präsentiert wurde, das fortan als Granada II galt. Das übernahm zwar unterm Blech den überwiegenden Teil der Technik des Vorgängers. Äußerlich war der Granada nun jedoch ein komplett anderer. Wulstige Ausbuchtungen der Motorhaube wie beim ersten Granada? Fehlanzeige. Ein ausgeformter Kühlergrill mit Chromrand und dazu ein ebenfalls mit viel Chrom und Formenspielen gestaltetes Heck? Nichts da.

Der neue Granada war glatt, eckig und klar. Was allerdings nicht hieß, dass er ohne jeglichen Reiz war. Die Zeitschrift „auto motor und sport“ - berüchtigt für manche Wortspielerei - zeigte ihre Begeisterung für das moderne Design des in Köln gebauten Autos bei einem der ersten Tests sogar mit einer entsprechenden Überschrift: „Beau de Cologne“.

Doch während optisch alles neu war, pflegte Ford ansonsten weiter liebgewonnene Traditionen. Zum Beispiel bei den Motoren: Als die Konkurrenz in der Regel die übliche Vierzylinder-Ware unter den Motorhauben einsetzte, standen bei Ford die Sechszylinder im Vordergrund. Grundsätzlich sind solche Motoren bis heute ein Zeichen gehobener Modelle. Beim Granada waren sie in V-Bauweise fast schon Standardware. Bereits ein 2,0-Liter-Aggregat mit vergleichsweise beschaulichen 66 kW/90 PS arbeitete hier mit sechs Kolben.

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