Forschung

Carbazol - Neue Chance für die Brennstoffzelle?

Eine bisher wenig bekannt, giftige Chemikalie könnte dem Wasserstoffauto nach Ansicht deutscher Forscher zum Durchbruch verhelfen. Doch die Autohersteller sind skeptisch.
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Bei der Verbrennung des Hightech-Energietraegers Wasserstoff entsteht nur Wasserdampf. Das entlastet nicht nur die Umwelt sondern auch die Kasse. Quelle: Pressefoto

Bei der Verbrennung des Hightech-Energietraegers Wasserstoff entsteht nur Wasserdampf. Das entlastet nicht nur die Umwelt sondern auch die Kasse.

(Foto: Pressefoto)

Erlangen/StuttgartCarbazol - mit diesem Begriff elektrisieren zwei deutsche Forscher derzeit die Autobranche. So mancher sieht in der giftigen Chemikalie schon den Sprit der Zukunft, Verkehrsstaatssekretär Rainer Bomba (CDU) spricht sogar von einem „Wundermittel“. Doch die Forschung der Professoren Wolfgang Arlt und Peter Wasserscheid von der Uni Erlangen-Nürnberg steht noch ganz am Anfang. Autobauer wie Daimler und BMW treten auf die Bremse: Sie sehen in der Praxis Probleme über Probleme.

Doch worum geht es überhaupt? N-Ethylcarbazol (kurz: Carbazol) ist flüssig und kann wie herkömmlicher Kraftstoff behandelt werden. Der Knackpunkt: Die bisher wenig bekannte Chemikalie speichert Wasserstoff und gibt ihn über ein System im Auto an die Brennstoffzelle - oder auch den Verbrennungsmotor - ab. Anders als Diesel oder Benzin wird das Carbazol selbst dabei nicht verbraucht, es kann immer wieder neu mit Wasserstoff aufgeladen werden.

An der Tankstelle würde das energiearme Carbazol nach dem Konzept der Forscher aus dem Auto abgepumpt und zugleich durch frisches, mit Wasserstoff angereichertes ersetzt. Für den Autofahrer würde sich dabei nur eines ändern: Die Form der Zapfpistole. Die bestehende Tankstelleninfrastruktur könnte abgesehen von dieser Ausnahme weiter genutzt werden, sagt Arlt.

Die Erlanger Forscher wollen ihren Wasserstoff aus Sonnen- oder Windenergie gewinnen. Noch an der Windanlage oder am Photovoltaik-Feld soll Carbazol mit Wasserstoff angereichert und in Tanks gespeichert werden. Lastwagen bringen es zur Tankstelle.

Tatsächlich klingt das verlockend, denn der reine, hochexplosive Wasserstoff macht den Ingenieuren bisher das meiste Kopfzerbrechen. Er kann nur stark gekühlt oder unter hohem Druck gelagert werden. Darüber hinaus gibt es bisher erst wenige Wasserstoff-Tankstellen.

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6 Kommentare zu "Forschung: Carbazol - Neue Chance für die Brennstoffzelle?"

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  • N-Ethylcarbazol ist bei Normaldruck nicht flüssig, sondern hat einen Schmelzpunkt von 68 °C. Ausserdem gilt diese Verbindungsgruppe als potentiell cancerogen.

  • Die Photovoltaic – Technik ist absolut Gleichwertig zu setzen mit der
    Erfindung des Rades !
    Würde die Photovoltaic – Technik so genutzt werden wie das Rad
    müsste man nicht so dämliche Debatten führen um die Stromversorgung
    zu garantieren.
    Es sollten die Grundlagen dafür schaffen werden das Häuserfassaden, ins
    Besondere Bürohochhäuser mit Photovoltaic - Panels versehen werden müssen.
    Dafür spart man auch die übliche Hausverkleidung. Auch hier keine Mehrkosten,
    im Gegenteil, durch die Stromgewinnung wird auf Jahre Gewinn erzielt!
    Um die Vorgaben des Kyoto-Protokolls, die Zunahme von Treibhausgasen
    in der Atmosphäre, Ausrottung der Artenvielfalt, Anstieg des Meeresspiegel
    könnte man nur noch müde lächeln.
    Der Einsatz der Brennstoffzelle der immer wieder ins Spiel gebracht wird, ist
    viel zu kostspielig, Energieaufwendig und erst in ca. zehn Jahren Serienreif,
    hinzukommt, das Reparaturen nur bei dem eigenen Kfz. – Hersteller durchgeführt
    werden müssen, und das lassen die sich garantiert teuer bezahlen.

  • Die Reichweite der E-Autos kann ohne weiteres verdreifacht werden indem
    die Fahrzeuge auf dem Dach, Motorhaube, Seitenteile mit Solarpanel bestückt
    werden. Flexible Solarpanel beeinträchtigen in keinster Weise die Karosserieform!
    Statt mit sinnlosen Steuerprämien – Erleichterungen den Kauf von E- Fahrzeugen
    zu Subventionieren sollte Intelligenter Weise die Infrastruktur ausgebaut werden
    und einen höheren Anteil der Fördermittel zur Entwicklung Leistungsstärkerer
    Akkus ausgegeben werden.
    Die Nachfrage nach Elektroautos ist doch Heute schon so groß wie auf das
    Begrüßungsgeld nach dem Mauerfall ! Geht die Produktion in Großserie, wird
    der VKP rapide in den Keller gehen, das ist mehr Ersparnis als Steuerprämie.
    Frau Merkels Plan sieht vor das im Jahr 2020 etwa eine Million Elektro-Autos
    auf deutschen Straßen fahren sollen, d.h. im Klartext: Auf keinen Fall mehr.
    Das ist Planwirtschaft a la DDR, oder plant sie nur mit deutschen Autos?

  • Wenn auch die Reichweite z.Zt. ca. bei „mageren“ 200Km liegt und dann
    an der Ladestation nachgeladen werden muss, - aber wo bitte ist die passende
    Ladesäule, (erst wieder in der eigenen Garage?)
    Wenn man das mit dem >> Tesla Roadster<< vergleicht, Reichweite bei moderaten
    Fahrweise über 400 Km, ist hierzulande noch viel Entwicklungsarbeit nachzuholen.
    Sind die Anschlüsse international genormt, - oder macht jeder seinen eigenen
    schönen Stecker? Will ich mobil sein, und das auch auf Reisen ins Ausland
    gibt es nur diese Lösung:
    AKKU – WECHSEL AN DER TANKSTELLE!
    Dauert nicht länger wie Benzintanken und kann garnicht teurer sein als
    derzeitiger Treibstoff, im Gegenteil!
    Und auf einmal wird Benzin, Diesel und Kraftfahrzeuge mit
    Verbrennungsmotoren angeboten wie „SAUERBIER“!
    Wobei der Flug, Schwerlast, Schiffsverkehr, sowie die Landwirtschaft
    vorerst ausgenommen bleibt.
    Eine einheitliche Norm für die Wechselbatterien ist ebenso Pflicht wie die
    den Steckverbindungen, - oder produziert man wieder so einen „Salat“ wie
    bei den Handy-Ladeakkus (nur mitgeliefertes Kabel verwendbar – gegen Aufpreis)


  • Elektromobilität – oder, das Schreckgespenst der Auto und Mineralöl - Industrie.
    Elektroautos, so wird argumentiert sind zu teuer, Preis wird künstlich hochgehalten,
    mehr oder minder im Versuchsstadium, Akkus zu wenig Kapazität, lange
    Aufladzeiten, geringe Reichweiten und so weiter…
    Dann das Problem mit den Ladesäulen die permanent favorisiert werden und jeder
    „Quatscht“ dem andern nach.
    So wird jahrelang um den straßentauglichen Einsatz von Elektroautos herumgeredet.
    Ladesäulen taugen höchstens was für die eigene Garage, oder wie will man sich
    das vorstellen solche in Hochhaus –Wohnsiedlungen aufzustellen.
    Dem Vandalismus ist doch Tür und Tor geöffnet. Und was ist bei Regen,
    Eis, Schnee? Kurzschlussgefahr! Wir tanken auch nicht unter freiem Himmel, -
    und, wieviele stehen bereits „Schlange“ an der Ladestation?
    Will man die Bürgersteige Aufreißen, Kabel legen, Ladestationen aufstellen
    und dann über die Kabel stolpern? – Was für eine unausgegorene Phantasie.
    Dieses System ist bereits Heute schon von Gestern, ist überholt bevor es richtig
    zum Einsatz kommt. Was der Kohle-Bergbau hinter sich hat, wird die
    Mineralöl-Industrie auch schaffen.

  • Die Gewinnung von Methan aus CO2 mit Wind- und Solarenergie ist einfach und ungiftig. Es verbrennt zu CO2 und treibt Autos und Stromgeneratoren an wie Erdgas.
    Stichwörter: Methanisierung, "Solar fuel"

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