Fünf Motoren zur Wahl
Fiat Bravo am Start: Neues Auto, neues Logo

Fiat schickt den neuen Bravo los. Der Name ist nicht ganz so frisch wie das Auto: Es gab bereits in den 90er Jahren einen Bravo. Damals wurde ein kompakter Dreitürer mit diesem Namen bezeichnet, der dazugehörige Fünftürer hieß Brava.

dpa-infocom HAAR. Der neue Bravo ist ein eleganter Kompaktwagen geworden. Das Gesicht spiegelt die aktuelle Fiat-Mode wider, die sich auch am Grande Punto findet. Ein großer Lufteinlass in der Schürze und ein recht schmaler Kühlergrill kennzeichnen die Nase. Auffällig ist das neue Logo: Es ist rot statt bisher blau. Die Schrift erinnert an das Signet, das Fiat-Modelle von 1931 bis 1968 zierte.

Das Heck bietet dem Blick kaum Kanten, bis auf eine recht aggressiv gezeichnete Schürze. Die Rückleuchten haben eine ovale Abdeckung, innen schimmern Blink- und Fahrlicht wie runde Augen. Das erinnert an den dreitürigen Ur-Bravo von 1995. In der Seitenansicht fallen die ansteigende Schulterlinie und das coupéartig nach hinten gezogene Dach auf.

Wer den alten Bravo kennt, merkt besonders im Innenraum, dass nur der Name gleich geblieben ist. Die Armaturentafel verfügt über einen S-Schwung und eine leicht dem Fahrer zugeneigte Mittelkonsole. Das mit Griffmulden versehene Lenkrad liegt gut in der Hand. Dahinter gibt es einen Instrumenteneinsatz mit großem Display in der Mitte, über dem Benzinuhr und Wasserthermometer zu finden sind. Tacho und Drehzahlmesser stecken in Tuben und erinnern in der Gestaltung ein wenig an Autos aus den 50er Jahren. Alles andere als von gestern sind aber die technischen Aufrüstungsmöglichkeiten: Auf Wunsch gibt es verschiedene Navigationsgeräte und Hifi-Systeme. In Zusammenarbeit mit Microsoft entstand das Blue- & -Me-System, das nicht nur eine Bluetooth-Schnittstelle, sondern auch einen USB-Port umfasst.

Kofferraum fasst bis zu 400 Liter

Das Gestühl vorn ist bequem und bietet genügend Seitenhalt. Im Fond gibt es genügend Kopffreiheit, aber für die Knie wird es etwas eng. Dafür hat man zu den Seiten hin genügend Platz, da die Türverkleidungen vom Passagier weg gewölbt sind. Der Kofferraum fasst 365 Liter Gepäck, wenn man ein Reifenreparaturkit und kein Reserverad verwendet, sogar 400 Liter. Mit wenigen Handgriffen lassen sich Sitzflächen und die Lehnen der Fondbank nach vorn klappen. Dadurch können 1 175 Liter Raum gewonnen werden.

Der neue Bravo wird in fünf Motorisierungen angeboten. Zum Marktstart stehen zwei 1,9-Liter-Diesel bereit. Der Schwächere der beiden liefert 120 PS, der stärkere powert mit 150 Pferdestärken. Auf der Otto-Liste steht ein 1,4-Liter-Motor, der zunächst mit 90 PS, ab Sommer 2007 auch mit 120 und 150 Turbo-PS angeboten wird.

Das maximale Drehmoment von 255 Newtonmetern liegt bei 2000 Touren an, die Höchstleistung von 120 PS erreicht der Direkteinspritzer bei 4 000 Umdrehungen. Damit sprintet der Fiat in 10,5 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht eine Spitze von 194 km/h. Den Verbrauch beziffert der Hersteller mit 5,3 Litern, den CO2-Ausstoß mit 139 g/km. Der Motor ist mit einem Fünfgang-Getriebe gekoppelt.

Auf Fahrspaß getrimmt

Das Fahrwerk des Bravo ist auf Fahrspaß getrimmt: Der 4,33 Meter lange Wagen lässt sich gut durch Kurven wedeln. Die Lenkung arbeitet präzise und vermittelt das Gefühl, den Wagen gut zu beherrschen. Der bereits aus anderen Modellen bekannte City-Modus ermöglicht es, den Neu-Fiat mit leichter Hand in Parklücken zu zirkeln.

Den neuen Bravo gibt es ab 15 400 Euro. Dafür bekommt man den 1,4- Liter-Benziner mit 90 PS. Die Basisversion Active verfügt über ESP, sieben Airbags und einen höhenverstellbaren Fahrersitz. Die nächsthöhere Ausstattung Dynamik ist 1 500 Euro teurer und hat zusätzlich eine Klimaanlage, Nebelscheinwerfer mit Kurvenlicht sowie ein RDS-Radio mit CD-Player an Bord. Der 120-PS-Diesel ist ab 19 000 Euro zu haben, für den stärkeren Selbstzünder muss man 22 000 Euro zahlen - ihn gibt es aber erst ab der Linie Dynamic.

Fazit: Gelungene Fortsetzung der Kompaktklasse-Tradition

Der neue Fiat Bravo ist eine gelungene Wiederbelebung eines bekannten Namens und eine bessere Fortsetzung der langen Kompaktklasse-Tradition des Turiner Herstellers. Der Bravo sieht schwungvoll aus, lässt sich ausreichend stark motorisieren und recht spaßbringend fahren.

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