Test + Technik

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Funktionen im Auto: Unsere Autos sind zu schwer zu bedienen

Autohersteller preisen ihre Fahrzeuge als bedienerfreundlich an. Doch ein umfangreicher Test zeigt: Das Gegenteil ist oft der Fall. Wo es hakt – und welche Modelle Vorbild sind.

Wer denkt sich denn so etwas aus? Manche Autos ähneln der Kommandozentrale eines Raumschiffes. Ein Test zeigt: Vieles ist zwar gut gemeint, aber nicht gut gemacht. Bei diesen Autos muss der Fahrer vor Bedienung des Navis erst einmal auf einen Lehrgang. Quelle: ACE
Wer denkt sich denn so etwas aus? Manche Autos ähneln der Kommandozentrale eines Raumschiffes. Ein Test zeigt: Vieles ist zwar gut gemeint, aber nicht gut gemacht. Bei diesen Autos muss der Fahrer vor Bedienung des Navis erst einmal auf einen Lehrgang.Quelle: ACE

DüsseldorfSie versteht ihn nicht. Laut und deutlich diktiert ihr Konstantin Schniedenharn die Hausnummer. Doch die Sprachsteuerung des Navigationsgeräts im Mercedes A-Klasse kapiert es einfach nicht. Stattdessen erscheint auf dem Bildschirm eine Liste, die ihm vorschlägt, dass er für die Hausnummer „drei“ eine „zwei“ in das Mikrofon sprechen soll und für die „sieben“ eine „sechs“. „Das ist ein Witz, oder?“, sagt der 26-Jährige lakonisch. Ist es nicht. Das System versteht ihn einfach nicht.

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Wenn Autohersteller neue Modelle vorstellen, preisen sie gern, wie intuitiv sich ihre Fahrzeuge bedienen lassen. Doch viele Kunden, die ein neues Auto auf dem Hof stehen haben, müssen sich erst durch telefonbuchdicke Anleitungen quälen und sind hinterher oft auch nicht schlauer. Wie bedienerfreundlich sind die neuen Modelle also wirklich?

So funktioniert der Test

  • Welche Autos sind ohne Vorkenntnisse zu bedienen

    Die Wirtschafts-Woche und das Hamburger Unternehmen GfK Sirvaluse wollten das genau wissen. Dazu haben wir neun Testpersonen im Alter zwischen 26 und 53 Jahre rekrutiert. Sie sollten folgende Aufgaben bewältigen:

  • 1.

    Einsteigen, Sitz einstellen, Licht einschalten.

  • 2.

    Radio einschalten, Sender wechseln und speichern.

  • 3.

    Ziel ins Navi eingeben, Zielführung starten und abbrechen.

  • 4.

    Handy per Bluetooth verbinden, Kontakt anrufen, Musik vom Smartphone hören, Titel anzeigen.

  • Die Spezialaufgabe

    Als Spezialaufgabe je Auto mussten die Probanden etwa Videos über USB-Sticks abspielen oder Musik aus den hinteren Lautsprechern abspielen.

  • Die Bewertung

    Am Ende vergaben die Tester Noten: 1 (ohne Probleme), 2 (leichte Probleme), 3 (gerade noch selbstständig), 4 (nur mit Hilfe), 5 (nicht geschafft).

Die WirtschaftsWoche wollte es genau wissen und hat mit der Hamburger Unternehmensberatung GfK Sirvaluse das bislang umfangreichste Ranking über die Bedienerfreundlichkeit von Automodellen unterschiedlichster Klassen aufgestellt. Wichtigstes Ergebnis: Komplizierte Handhabe, schlechte Benutzerführung und schwer verständliche Menüs sind keine Frage des Geldes. Sowohl Mittelklassemodelle wie der Mazda 6 ab 24.000 Euro oder der 7er-BMW für mehr als 100.000 Euro haben eklatante Schwächen: Fahrer verirren sich in verschachtelten Menüs, verzweifeln an Sprachsteuerungen, wundern sich über zu weit entfernte Bedienelemente und rätseln über kryptische Bezeichnungen und Abkürzungen.

Selbst die Infotainmentsysteme ganz neuer Fahrzeuge wie in der Mercedes A-Klasse oder im Ford C-Max wirken auf Testpersonen wie „gut gemeint, aber nicht mit dem eigentlichen Anwender zu Ende entwickelt“, sagt GfK-Sirvaluse-Testleiter Patrick Kusel. Keine Frage: Die Ansprüche an Sicherheit und Komfort sind in den vergangenen Jahrzehnten gestiegen: Assistenzsysteme, Klimaanlagen, Sitzheizungen, elektrische Schiebedächer, Telefone und aufwendige Navigations- und Infotainmentsysteme mit Internet-Zugang machen das Fahrzeug zu einem rollenden Wohnzimmer und Büro in einem.

Bediensysteme-Vergleich Diese Autos überfordern ihre Fahrer

  • Bediensysteme-Vergleich: Diese Autos überfordern ihre Fahrer
  • Bediensysteme-Vergleich: Diese Autos überfordern ihre Fahrer
  • Bediensysteme-Vergleich: Diese Autos überfordern ihre Fahrer
  • Bediensysteme-Vergleich: Diese Autos überfordern ihre Fahrer

Technisch haben die Hersteller immer neue Grenzen durchbrochen. Doch dabei haben viele irgendwann ihre Kunden vergessen. Nur wenige Hersteller erinnern sich offenbar daran, dass es auch anders geht: Lediglich die Modelle auf den ersten drei Plätzen unseres Tests zeigen, dass das Radio moderner Autos nicht zwangsläufig so kompliziert sein muss wie die Bordelektronik eines Großraumjets. Die Systeme müssen nicht einmal teuer sein: Mit dem neuen Kompaktwagen VW Golf 7 (Platz 1), dem Geländewagen Range Rover Sport (Platz 2), dem Billigauto Dacia Sandero (dritter Platz) und dem neuen Kleinwagen Opel Adam (vierter Platz) sind vier völlig unterschiedliche Fahrzeugkonzepte und Infotainmentsysteme aus verschiedenen Preisklassen vorn.

  • 16.04.2013, 13:53 Uhrdenker1

    . . .bin ich froh, dass ich einen 79er Camaro und eine 78er Corvette hab!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Der Denker

  • 08.04.2013, 02:04 Uhrpalazzomonaco

    Was ein H - Kennzeichen hat, ist ein Auto, so ein Käfer, ein XJ 12 Serie I oder eine DS, sogar der letzte echte Daimler, der W 108, am besten als 3.5 mit 200 PS. Und freut das FA nicht, denn 1% vom Neupreis sind ca. € 150.- p.M. auch wenn die totale Top-Restauration so um die € 120.000.- ausmacht.
    Nicht zu Vergessen den "Status", es ist kein Leasing. gehört mir, und nicht einer Bank. altes Geld eben, liebe Freunde.

  • 07.04.2013, 18:25 UhrIch_kritisch

    Wenn ich das nach machen würde, dann hätte ich auch keinen Job mehr - denn ich käme nicht mehr zur Arbeit.

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