Gebrauchtagen-Check
Mercedes SL: Luxus mit einer Prise Sportlichkeit

Jeder neue SL von Mercedes genießt traditionell einen gewissen Sonderstatus. So gelten die offenen Zweisitzer meistens automatisch als künftige Klassiker.

dpa/tmn MÜNCHEN. Zum anderen ist es fast schon selbstverständlich, dass die Konstrukteure sich immer weiter von der ursprünglichen Bedeutung des Kürzels SL entfernen - denn "sportlich-leicht" sind SLs seit Jahrzehnten nicht mehr. Stattdessen gelten die Mercedes-Roadster als Sportwagen für jene Klientel, die schnelles Fahren am liebsten mit reichlich Luxus genießt und bei entsprechenden Temperaturen auch mal das Dach öffnen möchte. Außerdem ist der SL qualitativ sehr hochwertig - und fällt in der Pannenstatistik des ADAC kaum negativ auf.

Der Mercedes SL ist ab Werk mit vielen Extras ausgestattet, und bei jüngeren Modellen werden diese auch elektrisch angetrieben. Weil das Strom kostet, stehen entladene Batterien als ein typisches Problem in den Listen des Automobilclubs. Probleme gab es zudem in den Baujahren 1994 und 1995 mit der Wegfahrsperre. Ebenfalls bekanntgeworden sind Macken an der aufwendigen Mechanik des vollautomatischen Verdecks der in den 90ern gebauten Generation. Rückrufe gab es im Jahr 1995 im Zusammenhang mit der Feststellbremse, 1997 wegen des Bremsassistenten, 1998 war es die Sensormatte des Beifahrersitzes und 2001 das Airbag-Zündgerät.

Sündteurer Neuwagen, begehrter Gebrauchter, gehegter Oldtimer - das ist der typische Ablauf im "Leben" eines SL. Heute gilt die bis 1989 gebaute Generation als Klassiker mit garantierter Wertsteigerung. Die von 2001 an gebauten SL sind auch gebraucht noch teurer als manches brandneue Mittelklasse-Modell. Für Gebrauchtkäufer interessant sind daher vor allem von 1989 bis 2001 gebaute Wagen. Diese Generation wurde 1998 noch einmal überarbeitet.

Die Motoren eines SL entsprechen der Einordnung des Zweisitzers als Luxusfahrzeug: Ein Sechszylinder mit 142 kW/193 PS gilt hier als Untergrenze oder auch Spar-Motorisierung. Weiter geht es bis zum Zwölfzylinder mit 6,0 Litern Hubraum und 290 KW/394 PS. In der jüngeren Generation nach 2001 werden auch Modelle mit dem Schriftzug des Haustuners AMG angeboten, die bis zu 450 kW/612 PS leisten.

Billig ist ein gebrauchter SL eigentlich nie: Laut der Schwacke-Liste müssen für einen SL 280 von 1997 noch etwa 12 900 Euro eingeplant werden. Der SL 500 Final Edition aus dem Jahr 2001 steht mit 26 700 Euro in der Liste. Ein SL 500 7G-Tronic der Nachfolge-Generation des Baujahres 2004 kostet 64 850 Euro.

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