Gebrauchte Oberklasse nicht ohne Mängel
Audi A8: Alternative in der Oberklasse

Die Zeiten, in denen ein Oberklasse-Fahrzeug von Mercedes, BMW oder vielleicht Jaguar kommen musste, sind längst vorbei. Audi hatte Mitte der 90er Jahre mit dem A8 ein Modell für dieses Segment entwickelt. Das Modell hat sich mittlerweile fest im Kreis der traditionellen Marken etabliert.

dpa/tmn MÜNCHEN. Ein Teil des Erfolges beruht sicherlich auch auf dem damals noch bemerkenswerten Konzept mit einem sogenannten Aluminium-Spaceframe und dem ebenfalls angebotenen Allradantrieb. Nach gut einem Jahrzehnt auf den Straßen sind aber gerade frühe A8 immer wieder von Mängeln geplagt. Auch jüngere Fahrzeuge tauchen in der Pannenstatistik des ADAC in München auf.

Die vergleichsweise geringe Verbreitung des A8 macht es laut dem Automobilclub schwer, Mängelschwerpunkte zu erkennen. Einige Punkte werden dennoch genannt: So kam es bei Dieselmodellen bis zum Baujahr 1998 zu gerissenen Zahnriemen und bis 2001 zu defekten Turboladern. Störungen im Motormanagement wurden bei Benzinern und Dieselmodellen bis 2000 diagnostiziert. Hinzu kommen je nach Baujahr defekte Wegfahrsperren, Probleme an den Scheibenwischermotoren und auch Anlasserdefekte. Rückrufe betrafen unter anderem Fehlauslösungen der Seitenairbags, Ölverlust und 2004 die sogenannten Traglenker vorne.

Die erste Generation des A8 kam 1994 auf dem Markt. Ein Facelift erfolgte 1999, seitdem gab es auch eine Langversion. Die zweite A8-Generation wurde im Jahr 2002 eingeführt. Zu den Eigenschaften der Oberklasse-Limousinen zählen laut ADAC ein gutes Platzangebot und eine hochwertige Verarbeitung. Unfallreparaturen können wegen der Aluminium-Bauweise aber aufwendig und kostspielig werden.

Das Motorenangebot orientiert sich an den Oberklasse-Konkurrenten: Benziner gibt es mit vier, acht und zwölf Zylindern; die Leistung reicht je nach Baujahr und Ausführung von 128 kW/174 PS bis zu 331 kW/450 PS. Diesel sind mit 110 kW/150 PS bis 240 kW/326 PS zu finden.

Frühe A8 sind heute für vergleichsweise kleines Geld zu bekommen. Die recht hohen Unterhaltskosten sollten aber nicht außer Acht gelassen werden. Ein A8 2.8 quattro aus dem Jahr 1995 kostet laut Schwacke-Liste etwa 3 800 Euro. Für ein Zwölfzylinder-Modell A8 6.0 quattro von 2004 müssen rund 51 000 Euro eingeplant werden. Ein A8 3.0 TDI quattro aus dem gleichen Jahr kostet gut 32 000 Euro.

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