Gebrauchtwagen-Check Audi A3 (Typ 8V)
Feiner ist keiner

Man mag es kaum glauben, doch der aktuelle Audi A3 ist bereits im fünften Modelljahr. Entsprechend zahlreich ist das Angebot an Gebrauchtexemplaren. Die Preise sind allerdings gepfeffert. Im Gegenzug gibt es Top-Qualität.

Wer bei der Wahl seines nächsten Kompakten besonders hohe Ansprüche stellt, wird an einem Audi A3 kaum vorbeikommen. Bereits seit 2012 bieten die Ingolstädter die aktuelle Version vom Typ 8V an, der als ein Manifest der Qualität überzeugt. Mittlerweile tummeln sich zahlreiche Gebrauchtexemplare auf dem deutschen Automarkt, die selbst mit hoher Laufleistung noch so viel kosten, wie Kompaktmodelle anderer Herstellern als Neuwagen.

Karosserie und Innenraum: Auch wenn der A3 bei Materialwahl und Verarbeitung im Innenraum vorne liegt, bietet die Fahrgastzelle nur segmenttypisches Format. Im Fall des Dreitürers lassen sich vier Erwachsene und 365 Liter Gepäck unterbringen. Mehr Stauraum gibt es, nämlich bis zu 1.100 Liter, wenn man die Rückbanklehne umklappt.

Oder man entscheidet sich gleich für die geräumigere Sportback-Variante, die nicht nur zwei zusätzliche Fondtüren bietet, sondern auch einen etwas längeren Radstand und damit Platz für bis zu 1.220 Liter Gepäck. Alternativ hat Audi seit August 2013 auch die Limousine im Programm, die weniger auf Nutzwert als auf elegante Erscheinungsform setzt.

Doch die Fragen nach Kniefreiheit und Literzahlen erscheinen angesichts der noblen Interieur-Welten nachrangig. Alles im A3 ist super passgenau, die Materialien schmeicheln Auge und Hand. Darüber hinaus ist auch die Bedienlogik auf Topniveau. Allein das feine Klicken mancher Schalter ist ein Erlebnis für sich. Angesichts der enormen Vielfalt bei den Ausstattungsoptionen ist allerdings kein A3 wie der andere, was die Suche nach einem Gebrauchten nicht immer leicht macht.

Motoren und Fahrwerk: Gleiches trifft auf die Antriebe zu. Mehr als ein Dutzend unterschiedlicher Motoren stehen auf dem Gebrauchtmarkt zur Wahl. Ob Benziner, Diesel, Hybrid oder Erdgas, ob sparsam oder schnell – hier ist für jeden was dabei. Bereits die einfachen TFSI-Benziner reichen. Diese gibt es mit 1,0 bis 1,4 Liter Hubraum und mit 77 kW/105 PS bis 110 kW/150 PS. Allesamt sind genügsam und spritzig.

Den besten Spagat schafft hier der 140 PS starke 1.4 TFSI mit der Zylinderabschaltung COD. Wer oft auf langen Strecken unterwegs ist, könnte sich alternativ für einen der vier Dieselmotoren entscheiden, die Durchzugsstärke mit wenig Durst in Einklang bringen. Eine teure und nur auf dem Papier effiziente Variante ist der Teilzeitstromer e-Tron.

Ebenfalls teuer, dafür aber sehr spaßbetont, sind die Versionen S3 und RS3, die sich mit 228 kW/310 PS beziehungsweise 270 kW/367 PS als echte Sportwagen empfehlen. Die Motoren werden, von wenigen Ausnahmen abgesehen, wahlweise mit Handschaltgetriebe oder dem deutlich komfortableren Doppelkupplungstriebe S-Tronic kombiniert.

Wer auf ein komfortables Fahrwerk steht, sollte den A3 in der Standardversion wählen. Wer es lieber knackiger mag, ist mit einem Sportfahrwerk besser unterwegs. Der Königsweg ist das Drive-Select-Fahrwerk, welches dem Fahrer die Wahl zwischen Sport und Komfort lässt. Welche Wahl man auch trifft, der A3 Typ 8V bietet hier, anders als der vor allem in den ersten Baujahren viel zu harte Vorgänger, einen ausgewogenen Kompromiss.

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Feiner ist keiner

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Schwächen sind Mangelware

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